Sinfoniekonzert „Düstere Wogen“

Wolfgang Emanuel Schmidt (Foto: Christian Steiner)
Wolfgang Emanuel Schmidt (Foto: Christian Steiner)

Im ersten Sinfoniekonzert des neuen Jahres am 11. Januar 2018 im Kulturhaus Gotha und am 26. Januar 2018 im Landestheater Eisenach, dominieren düstere und nachdenkliche Klänge. Den Auftakt macht Louis Spohrs Ouvertüre zur Bühnenmusik „Macbeth“, dem blutrünstigen schottischen Herrscher, dem William Shakespeare in seinem gleichnamigen Drama ein Denkmal setzte. Angetrieben von seiner ehrgeizigen Gattin, gelangt Macbeth durch Königsmord auf den Thron, doch ein Mord zieht den nächsten nach sich. Spohr beleuchtet in seiner 1825 als Auftragswerk entstandenen Ouvertüre die moralischen Gewissensbisse des Protagonisten. Natürlich blitzen heroisch kämpferische Momente durch. Doch nach dem Gemetzel begegnet man schnell wieder dem von Alpträumen verfolgten und gequälten König.

Das folgende Sinfonische Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125 von Sergej Prokofjew durchlief einen langen Entwicklungsprozess bis zu seiner endgültigen Fassung von 1954. Misserfolge, ständige Umarbeitungen und Revisionen, dazwischen lange Schaffenspausen zögerten die Fertigstellung immer wieder hinaus. Was 1932 angeregt durch den renommierten Cellisten Gregor Piatigorski im Pariser Exil seinen Anfang nahm, kam erst ein Jahr nach Prokofjews Tod im Moskauer Konservatorium mit Mstislaw Rostropowitsch als Solist zur eigentlichen Uraufführung. Letzterer war auch maßgeblich an den Umarbeitungen beteiligt. So wurde aus dem ursprünglichen Cellokonzert op. 58 das Sinfonische Konzert op. 125. Ein Werk, das Rostropowitsch auf Grund seines Schwierigkeitsgrades als „Monster“ beschrieb. Den anspruchsvollen Solopart wird ein Schüler Rostropowitschs, der diesjährige „Artist in Residence“ Wolfgang Emanuel Schmidt, unter dem Dirigat von Chefdirigent Russell Harris gestalten.

Mendelssohns „Schottische“ führt zurück in die wilden rauen Landschaften der Highlands. Ähnlich wie bei Prokofjew liegt zwischen der ersten Kompositionsidee während eines Schottlandaufenthaltes und der Vollendung ein großer Zeitraum mit etlichen Korrekturfassungen. Nach fast 13 Jahren kam das temperamentvolle, viersätzige Werk 1842 unter Mendelssohns Leitung am Leipziger Gewandhaus zur Uraufführung. Den Beinamen „Schottische“ erhielt die Sinfonie allerdings erst nach seinem Tod.

Termine

Do, 11.01.2018, 20 Uhr / Kulturhaus Gotha

Fr, 26.01.2018, 19.30 Uhr / Landestheater Eisenach

 

Karten für Gotha

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