Russische Meisterwerke im Sinfoniekonzert

Aurélien Bello (Foto: Bello)
Alexander Urvalov (Foto: Thomas Zabel)

In den Sinfoniekonzerten am 24. und 25. Mai stehen drei gewichtige „Russische Meisterwerke“ von Borodin, Rachmaninow und Schostakowitsch auf dem Programm. Gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Urvalov als Solist spielt die Thüringen Philharmonie Sergej Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2. Mit seiner eingängigen, melodischen Eleganz und spätromantischen Melancholie gilt es als populärstes Werk des Komponisten. Bevor er es schrieb, durchlitt er eine schwere Schaffenskrise, ausgelöst durch den katastrophalen Misserfolg seiner ersten Sinfonie. Um die Krise zu überwinden, begab sich Rachmaninow in ärztliche Behandlung. Mittels Hypnose schöpfte er neuen Mut und Vertrauen in seine Schaffenskraft.

Unter der politischen Führung seiner Heimat hatte auch Dmitri Schostakowitsch als Komponist kein einfaches Leben. Stalins unberechenbares Urteil bereitete dem Komponisten manches Mal Todesängste. Seiner 12. Sinfonie widmet sich das Orchester im zweiten Konzertteil. In ihr Schilder Schostakowitsch auf scheinbar heroische Weise den Sieg der Oktoberrevolution 1917 verbunden mit einer Verherrlichung der Gestalt Lenins. Erst nach dem Zusammenbruch des Kommunismus erfuhr die Öffentlichkeit von den genauen Umständen, die zur Entstehung der „Zwölften“ führten. Schostakowitsch war immer ein Gratwanderer zwischen Volksheld und -feind. 1961 musste er als designierter Vorsitzender des Komponistenverbands der KPdSU beitreten. Seine musikalische Antwort darauf spart jedoch nicht an Sarkasmus und falscher Euphorie.

Am Konzertbeginn steht die sinfonische Dichtung „Steppenskizze aus Mittelasien“ von Alexander Borodin. Mit ihr entfaltet sich ein eindrucksvolles Landschaftsbild von endloser Weite. Borodin verbindet in seiner Komposition eine schlichte Weise geschickt mit orientalischen Elementen und zeichnet damit visionär das harmonische Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Als Dirigent des Abends ist der Franzose Aurélien Bello zu Gast.

Termine:

Donnerstag, 24. Mai 2018, 20 Uhr | Kulturhaus Gotha

Freitag, 25. Mai 2018, 19.30 Uhr | Landestheater Eisenach

 

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