Sinfoniekonzert: „Süße Macht der Töne“

Plakat zum Sinfoniekonzert A2
Marie-Pierre Langlamet, Harfe (Foto: Jim Rakete)
Lancelot Fuhry, Dirigent

Drei selten gespielte Komponisten stehen auf dem Programm des Sinfoniekonzerts am Donnerstag, dem 18. Oktober, 20 Uhr im Kulturhaus Gotha. Den Anfang macht die „Serenade to Music“ des Engländers Ralph Vaughan Williams, dessen „Songs of travel“ schon 2017 in Gotha erklangen. Komponiert wurde das Werk 1938, als der Komponist in der Schriftstellerin Ursula Wood die Liebe seines Lebens fand. Inhaltlich bezieht sich Vaughan Williams auf eine Szene aus Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“, die der Schönheit und Kraft der Musik gewidmet ist. Ursprünglich für 16 handverlesene Chorsolisten geschrieben, schuf Williams später mehrere Versionen, darunter auch eine für reines Orchester. Aber auch ohne die Verse Shakespeares erklärt sich dieses Opus als Ode an Leben und Liebe. Dabei setzt der Komponist auf Schönklang und suggestive Atmosphäre, lässt nur selten disharmonische Störungen zu und besticht durch seine dennoch ganz eigene, zartbittere Tonsprache.

Stärker noch wurzelt das Harfenkonzert des Russen Reinhold Glière in schwelgender Spätromantik. Ebenfalls 1938 entstanden, glaubt man sich in die Zeit Tschaikowskis zurückversetzt. Besonders die verführerischen Klänge der Harfe, die hier alle Register zieht, entführen den Hörer in russische Märchenwelten. Glière hatte es der damals renommierten Harfenistin des Bolschoi-Theaters, Xenia Alexandrowna Erdeli, gewidmet, die ihm auch bei der Arbeit entscheidende Impulse gab. Im Gothaer Konzert wird die gebürtige Französin tMarie-Pierre Langlamet zu erleben sein, die international zu den Besten ihres Fachs zählt und als Solistin unter Dirigenten wie James Levine, Claudio Abbado oder Christian Thielemann begeisterte.

Im zweiten Teil wird es wieder „very british“ mit Edward Elgars 1. Sinfonie. Auch sie scheint ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Ähnlich Johannes Brahms' rang auch Elgar Jahrzehnte um die große sinfonische Form. Erst mit 50 wagte er den Sprung und schuf ein beeindruckendes viersätziges Werk, dessen teils pathetischer, teils sehr konflikthafter Charakter von Elgars Auseinandersetzung mit Tradition und Moderne erzählt. Komponiert 1908, im Vorfeld des ersten Weltkriegs, blickt der Künstler mit Wehmut auf Verlorenes und mit Skepsis in die Zukunft. Am Pult dieses ungewöhnlichen Konzerts steht Lancelot Fuhry, der zurzeit als 1. Kapellmeister am Staatstheater Augsburg engagiert ist.

 

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