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Meisterwerke der Wiener Klassik beim vierten B-Anrechtskonzert am 4. März Berühmte Werke der großen Wiener Klassiker Joseph Haydn, Wolfgang
Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven präsentiert die Thüringen
Philharmonie Gotha unter Leitung von Stefanos Tsialis in ihrem vierten
B-Anrechtskonzert "Mozarts Geist aus Haydns Händen" am 4. März 2010
um 20 Uhr im Gothaer Kulturhaus. Zu hören sein werden neben Mozarts
festlicher Ouvertüre zur Opera seria "La Clemenza di Tito" und der
berühmten Ouvertüre zur Oper "Don Giovanni" auch Beethovens erstes
Klavierkonzert in C-dur sowie Haydns letzte Sinfonie Nr. 104 in D-dur.
Solist des Abends ist der saarländische Pianist Bernhard Endres.
Eröffnet wird der Konzertabend mit der festlichen Ouvertüre zur Opera seria "La Clemenza di Tito", die Wolfgang Amadeus Mozart in seinem Todesjahr 1791 unter großem Zeitdruck komponierte, denn noch auf dem Weg von Wien nach Prag, wo das Bühnenwerk anlässlich der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen ihre glanzvolle Erstaufführung erleben sollte, war er mit der Arbeit an seinem Werk beschäftigt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war "La Clemenza di Tito" übrigens die beliebteste Oper Mozarts.
Im April 1801 führte Ludwig van Beethoven in Wien sein erstes Klavierkonzert in C-dur auf und nutzte dabei die Gelegenheit, seine virtuosen Fertigkeiten als herausragender Pianist zu demonstrieren. Jahrelang hatte er an diesem Stück gefeilt und es sich sozusagen auf den eigenen Leib geschrieben. Er würzte den Solopart auch während weiterer Konzertaufführungen des Werkes mit Improvisationen bis er es schließlich in Druck gab. Hierbei geriet dann allerdings die Nummerierung etwas durcheinander, denn das C-dur-Konzert ist eigentlich das zweite seiner Klavierkonzerte, nur feilte Beethoven an dem früheren Schwesterwerk in B-dur noch sehr viel länger.
Mit der Ouvertüre zu einem der großen Meisterwerke des Musiktheaters eröffnet der zweite Teil des Abends, denn Mozarts Oper "Don Giovanni" gehört neben seiner "Zauberflöte" heutzutage zu den erfolgreichsten und beliebtesten Werken des gesamten Repertoires. Das Stück wurde im Oktober 1787 in Prag uraufgeführt und fand laut des Komponisten eigener Aussage den "lautesten beyfall", obwohl es sich wegen seines möglicherweise etwas gewagten Librettos nicht überall gleicher Zustimmung erfreute.
Gegen Ende seines Lebens besuchte Joseph Haydn zweimal England, wo er und seine Werke mit großem Erfolg gefeiert wurden. Bereits während seines ersten Aufenthaltes erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford und das englische Publikum war auch ganz verrückt nach seinen Sinfonien, von denen er insgesamt zwölf auf der benachbarten Insel komponierte. Die Sinfonie Nr. 104 in D-dur ist die letzte Sinfonie, die er aus diesem Anlass geschrieben hat und stellt darüber hinaus auch den krönenden Abschluss seines gesamten sinfonischen Schaffens, wenn nicht gar einer ganzen Epoche, dar. Möglicherweise waren es die Klänge und Themen solcher Werke von Joseph Haydn, die Goethe zu dem Ausspruch anregten: "Sie sind vielleicht zu überbieten, aber nicht zu übertreffen."
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