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Drei Kompositionen nordeuropäischer und russischer Herkunft bringt das
siebte A-Anrechtskonzert der Thüringen Philharmonie Gotha am 18. März 2010 um
20 Uhr in der Stadthalle Gotha zu Gehör. Die Thüringen Phiharmonie
unter Leitung von Stefanos Tsialis spielt die Konzertouvertüre Hamlet
op. 37 von Niels Wilhelm Gade, Edward Elgars Konzert für Violoncello
und Orchester e-moll op. 85 sowie die Sinfonie Nr. 5 e-moll op. 64 von
Peter Tschaikowsky. Als Gastsolist wird der Nachwuchscellist Gabriel
Schwabe erwartet.
"Denn schweigen muß mein Mund" - mit diesem Zitat aus Shakespeares Hamlet ist das Konzertprogramm überschrieben. Und so eröffnet Niels Wilhelm Gades Konzertouvertüre op. 37 über den von Shakespeare literarisch verewigten dänischen Prinzen den Abend. In Dänemark als Nationalkomponist in die Geschichte eingegangen, ist Gade und sein umfassendes Schaffen hierzulande fast in Vergessenheit geraten. Seine Konzertouvertüre ist dem Jugendfreund Frederik Höedt gewidmet, der insbesondere wegen seiner herausragenden Leistungen als Darsteller des Hamlet hohes Ansehen genoss.
Mit Edward Elgars Konzert für Violoncello und Orchester e-moll op. 85 folgt ein Meisterwerk englischer Kompositionskunst. Elgars Musik wird aufgrund ihrer immensen Popularität bis heute als Synonym für englische Musik verstanden. Das Cellokonzert mit seiner melancholischen Grundstimmung ist Elgars letzte große Komposition. Signifikant ist die zurückgenommene, sparsame Orchestrierung, wodurch das fast ununterbrochen spielende Cello jederzeit seine Möglichkeiten auszuspielen vermag. Den anspruchsvollen Solopart übernimmt der erst 22-jährige Cellist Gabriel Schwabe.
Im zweiten Teil des Konzertes steht die Sinfonie Nr. 5 e-moll op. 64 von Peter Tschaikowsky, dem wohl bedeutendsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, auf dem Programm. Wie bereits in seiner vierten Sinfonie spielt auch in der fünften die Überwindung des Schicksals und der Kampf für ein glückliches Leben eine wesentliche Rolle: ein mächtiges Schicksalsmotiv ertönt als programmatischer Mahnruf in allen vier Sätzen des Werkes. Das stürmische Gewoge der verschiedenen Themen kann als Ausdruck der schmerzlichen Stimmungsgegensätze, unter denen Tschaikowsky zeitlebens litt, verstanden werden. Doch zählt trotz allen Selbstzweifeln des Komponisten die fünfte Sinfonie zu den Lieblingsstücken des Konzertpublikums.
Karten für das Konzert A7 sind in der Gotha-Information (Tel. 03621 - 5078570) sowie eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse im Kulturhaus erhältlich.
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