Konzert A5
Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95 „Aus der Neuen Welt"
Solist:
Lars Bjørnkjær, Violine
Leitung:
Stefanos Tsialis
Im September 1892 folgte Dvořák dem Ruf nach New York, um als Direktor an das dortige Konservatorium zu gehen. Dem tief in seiner Heimat verwurzelten Komponisten fiel dieser Schritt nicht leicht, aber der damit verbundene Ruhm sowie die sehr gute Bezahlung dürften ihren Teil dazu beigetragen haben, dass Dvořák für insgesamt drei Jahre dort blieb. In den ersten Monaten seines Aufenthaltes schuf er seine neunte Sinfonie, in der er sich laut eigener Aussage bemühte, Klangfarben und Eigenschaften zu Papier zu bringen, die aus seiner Sicht typisch für seine vorübergehende neue Heimat seien. Allerdings hat Dvořák dabei immer betont, dass er keine originalen Melodien verwendet habe, sondern stets nur eigene Themen entwarf. Wovon er aber wirklich beeinflusst wurde, war eine Szene aus Longfellows berühmtem Versepos um den Indianer Hiawatha, dessen ergreifende Klage auf seine verstorbene Gefährtin das Vorbild für den elegischen zweiten Satz der Sinfonie war.
„Liegt mein Herz mit dir im Grabe, wandert mit dir all mein Denken! Komm nicht wieder, hier zu mühn dich. Komm nicht wieder, hier zu leiden.“


