Konzert A6
Nikolai Rimsky-Korssakoff
Ouvertüre zu „Die Mainacht“
Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 g-moll op. 126
Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 2 c-moll op. 17 „Kleinrussische“
Solist:
Gabriel Schwabe, Violoncello
Leitung:
Stefanos Tsialis
Schostakowitsch hat einen bedeutenden Teil seines Lebens in jener Zeit in der Sowjetunion verbracht, die durch das Terrorregime Josef Stalins geprägt war. Erst nach dessen Tod im Jahre 1953 sowie dem sich anschließenden leichten politischen Tauwetter gelang es Schostakowitsch, ein wenig aufzuatmen. Dies sollte jedoch nicht lange vorhalten, denn Mitte der sechziger Jahre wurde das Klima in seinem Land für ihn wieder rauer, was sich auch darin zeigte, dass seine dreizehnte Sinfonie bei Weitem nicht mehr so gut aufgenommen wurde wie ihre beiden Vorgängerinnen. In dieser Zeit entstand das zweite Violoncellokonzert, dessen zum Teil sehr nachdenklicher und intimer Tonfall fast schon bekenntnishafte Züge trägt. Die erste Aufführung des Werkes fand 1966 mit dem Solisten Mstislaw Rostropowitsch in Moskau statt.
„Was die Virtuosität angeht, ist das zweite Konzert weniger bemerkenswert als das erste, aber seine Tiefgründigkeit ist ohnegleichen. Im ersten, hauptsächlich lyrischen Satz kommt es zu einem ungeheuer eindrucksvollen Höhepunkt, an dem einem das Cello buchstäblich das Herz zerreißt.“


