Konzert B4
Johann Sebastian Bach
Suite Nr. 2 h-moll BWV 1067
Sinfonia BWV 209
Astor Piazzolla
Five Tango Sensations
Oblivion
sowie weitere Kompositionen von Bach und Piazzolla
Solisten:
Ariane Lauenburg, Flöte
Klaudiusz Baran, Bandoneon
Leitung:
Stefanos Tsialis
Der Name Astor Piazzollas wird auf der ganzen Welt unweigerlich mit den sehnsuchtsvollen Klängen des argentinischen Tangos und jenen hochemotionalen oder energiegeladenen Melodien verbunden, die er auf seinem Bandoneon bis zu seinem Tod im Jahre 1992 spielte. Dabei wissen viele Hörer seiner Musik gar nicht, dass er in seiner frühesten Jugend, die er in New York verbrachte, ein erstes prägendes Erlebnis mit der Musik Johann Sebastian Bachs hatte. In seinen Erinnerungen schrieb er hierzu: „Ich entdeckte die Musik, als ich elf Jahre alt war. Das Mietshaus, in dem wir in New York wohnten, war sehr groß, hinten war ein Hof mit einem einzigen Fenster. An einem Sommernachmittag hielt ich mich da auf, ohne etwas Besonderes zu tun, und hörte einen Pianisten Bach spielen, was ich allerdings erst später erfuhr. In dem Alter wusste ich nicht, wer Bach war, aber ich war wie hypnotisiert.“ Vor diesem Hintergrund gehört es immer wieder zu einer der interessantesten musikalischen Erfahrungen, die prachtvollen barocken Kompositionen Bachs mit den leidenschaftlichen lateinamerikanischen Klängen Piazzollas in einen direkten Dialog treten zu lassen.


