A6 „Blicke in die Geheimnisse der Geisterwelt“

Do, 9. März 2017 | 20:00 Uhr
Gotha | Stadthalle

Johannes Brahms

Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102

Johannes Brahms

Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Solisten: Indira Koch, Violine | Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello

Leitung: Michel Tilkin

Mit seinen Liedern und Kammermusikwerken hatte es Johannes Brahms zu schnellem und auch nachhaltigem Erfolg gebracht – auch in finanzieller Hinsicht. Nach Robert Schumanns Einschätzung schlummerte aber noch mehr kompositorisches Potenzial in dem jungen Hamburger. Er ermutigte Brahms, für größere Besetzung zu schreiben. Allein die Sinfonie schien diesem in der Nachfolge des großen Ludwig van Beethoven unbezwingbar. So vergingen schließlich mehr als zwanzig Jahre bis sich Schumanns Prophezeiung doch noch erfüllen sollte. Im November 1876 feierte das Publikum des Abonnementkonzerts des Großherzoglichen Hoforchesters in Karlsruhe die von Otto Dessoff dirigierte
Uraufführung der Ersten Sinfonie von Brahms.

„Wenn er seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und Orchester, ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbare Blicke in die Geheimnisse der Geisterwelt bevor. Möchte ihn der höchste Genius dazu stärken […].“

Robert Schumann im Artikel „Neue Bahnen“ 1853
Indira Koch, Violine (Bildnachweis: aormanagement)
Wolfgang Emmanuel Schmidt, Violoncello (Bildnachweis: Christian Steiner)