A5 Dreifach virtuos

Do, 7. Februar 2019 | 20:00 Uhr
Gotha | Kulturhaus

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sinfonie Nr. 32 G-Dur KV 318
    Allegro spiritoso
    Andante
    Primo Tempo

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Tripelkonzert (Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester)
C-Dur op. 56
    I Allegro
    II Largo
    III Rondo alla Polacca


PAUSE


Johannes Brahms (1833-1897)
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
    Allegro non troppo
    Andante moderato
    Allegro giocoso
    Allegro energico e passionato

Solisten
Sania Cheong, Violine / Stefan Kropfitsch, Violoncello / E-Hyun Hüttermann, Klavier

Dirigent
Alessandro Crudele

Leichte und schwere Kost

 

Thüringen Philharmonie spielt Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms.

 

Es ist ein weiter Bogen, der im 5. Sinfoniekonzert, am 7. Februar 2019, um 20. 00 Uhr im Kulturhaus Gotha, gespannt wird. Unter Leitung des Italieners und derzeitigen Chefdirigent des  Orchestra UniMi in Mailand, Alessandro Crudele, steht zu Beginn das selten aufgeführte Opernfragment „Zaide“ von W. A. Mozart. Die einsätzige Sinfonie KV 318 indes ist ein vollgültiges, in sich geschlossenes Werk für großes Orchester, wenn auch nur von etwa achtminütiger Dauer und präsentiert sich in üppiger Besetzung: je zwei Flöten, Oboen und Fagotte, zwei Paar Hörner, Pauken und Streicher. Wenn vorhanden, kann noch ein Cembalo als Continuostimme hinzukommen. Dass die Klarinetten fehlen, die Mozart ja in Mannheim schätzen gelernt hatte, mag an den Salzburger Verhältnissen gelegen haben. Wie von Mozart gewohnt, lassen sich seine Kompositionen in kein „Schema“ pressen – sie sind stets unverwechselbare Einzellösungen. Das Werk beginnt mit einem fanfarenartigen Hauptthema in kraftvollem Forte und einstimmig, gefolgt von abwärts geführten Streichern im kontrastierenden Piano. Damit ist gleichsam die Grundstruktur gesetzt. Man nennt diesen Vorgang in klassischer Musik den „antithetischen Thementyp“. Doch was sich nun daraus ergibt an Varianten, spielerischen Entwicklungen und Kontrastwirkungen, wobei auch das bereits erwähnte Ochestercrescendo voll zur Wirkung gelangt, das verrät den meisterhaften Umgang mit dem Material. Ein zweites Thema macht sich geltend, das wie eine Antwort auf gestellte Fragen wirkt. Im Durchführungsteil teilen sich Bläsereinwürfe mit Tremoloflächen der Streicher. Alles vollzieht sich in großer Frische, ja Unbekümmertheit. Anstelle der zu erwartenden Reprise wechselt nach einer Generalpause der Andante-Mittelteil im sanft wiegenden 3/8-Takt – eine Phase der Ruhe und Entspanntheit – übrigens ohne die Haupttonart zu verlassen. Ein abschließender Teil „Primo tempo“ tritt an die Stelle der sonst üblichen Reprise mit einem neuen Gedanken, der von raschen Forte-Piano- Wechseln lebt. Am Ende ertönt die Eingangsfanfare in variierter Form und bringt alles zum bezwingenden Abschluss.

 

Auch der Erfolgsweg von Beethovens Tripelkonzert begann holprig. Die ersten Aufführungen 1808 im Leipziger Gewandhaus und wenige Monate später in Wien wurden sehr verhalten aufgenommen. Konnten die einen mit der ungewöhnlichen Form und Besetzung nichts anfangen, so taten es andere als belanglose Unterhaltung ab. Erst eine legendäre Einspielung unter Herbert von Karajan 1969 mit den Solisten David Oistrach (Violine), Mstislaw Rostropowitsch (Violoncello) und Swjatoslaw Richter (Klavier) zeigte, was wirklich in dem Werk steckt. Insbesondere der Cellist muss regelrechte Drahtseilakte in höchsten Lagen vollführen. Mit den beiden Koreanerinnen Sania Cheong (Violine) und Inkyoung Lee (Klavier) sowie dem Wiener Cellisten Stefan Kropfitsch stehen in Gotha Solisten von internationalem Rang zur Verfügung. Und Jan  Vogler bemerkte: „Wenn es wirklich gut gespielt ist, verliebt sich das Publikum sofort in das Werk!“

Wesentlich gewichtiger und von ganz anderer Natur präsentiert sich nach der Pause die vierte Sinfonie von Johannes Brahms. Sie ist gleichsam das sinfonische Schlusswort des großen Romantikers. Brahms betritt in der Vierten neue Wege, bricht vor allem mit der klassischen Tradition triumphaler Finali und vereint  ungewohnt Neues mit Bach'schen Satztechniken. Uraufgeführt wurde die Sinfonie im Oktober 1885 im südthüringischen Meiningen. Kein Geringerer als Hans von Bülow hatte die Einstudierung übernommen, die Premiere dirigierte jedoch Brahms selbst und verschaffte dem schwierigen Werk damit einen sensationellen Erfolg.

Wiederholung als 3. Sinfoniekonzert

am Fr, 8. Februar 2019, 19.30 Uhr | Landestheater Eisenach

 

Kartenvorverkauf


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Eintrittspreise
Normalpreis: 15,00 € / 17,00 € / 19,00 €
ermäßigt1): 12,00 € / 13,60 € / 15,20 €
ermäßigt2): 12,00 € / 13,60 € / 15,20 €

1) gilt für Rentner und Schwerbehinderte (bei Merkzeichen B im Ausweis), Begleitpersonen sind frei
2) Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger, Studenten, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstler mit gültigem Ausweis
Schüler zahlen für Konzertkarten der Reihen A und B nur 5,00 € auf allen Plätzen.

Sania Cheong, Violine  (Foto: Catch Themes)
Stefan Kropfitsch, Violoncello (Foto: Kropfitsch)
E-Hyun Hüttermann (Foto: Hüttermann)