Frank Zacher

Frank Zacher

Frank Zacher, geboren in Halle/Saale, erhielt zunächst Klavier- und Geigenunterricht, bevor man ihn 1976 in die  Kinderkomponistenklasse des Bezirkes Halle aufnahm. Bereits mit zwölf Jahren erfolgte sein erster solistischer Auftritt als Pianist mit der Halleschen Philharmonie.

Von 1984 bis 1989 studierte Frank Zacher bei Prof. Zettl an der Hochschule für Musik Leipzig „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Dirigieren. Während des Studiums absolvierte er mehrere Praktika an den Bühnen der Stadt Magdeburg und am Landestheater Meiningen. In den folgenden Jahren belegte er Meisterkurse bei Helmuth Rilling  und Prof. Schumacher. Zudem nahm er an Opern- und Orchesterseminaren bei Kurt Masur, Ude Nissen und Rolf Reuter sowie an Internationalen Meisterklassen mit Jorma Panula in Konstanz und Gennady Rohzdestvensky in Gotha teil.

1989 wurde Frank Zacher als 2. Kapellmeister und Studienleiter an das Theater Plauen engagiert. Es folgten die Einsetzung als geschäftsführender musikalischer Oberleiter und die Verpflichtung zum  1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors.  Im Jahre 2000 wechselte der Dirigent an das Landestheater Neustrelitz. Auch hier entwickelte er sich in kurzer Zeit zum 1. Kapellmeister und stellvertretenden Generalmusikdirektor des Landestheaters und der Neubrandenburger Philharmonie. 2003 debütierte er als Gast der Berliner Symphoniker in der Berliner Philharmonie. Bereits ein Jahr später wurde er erneut von dem Orchester eingeladen. Von 2004 bis 2007 arbeitete Frank Zacher freiberuflich. Im Februar 2007 wurde er zum Chefdirigenten des Preußischen Kammerorchesters ernannt.

Frank Zacher dirigierte in den vergangenen Jahren unter anderen als Gast eine „Tosca“-Produktion des Staatstheaters Darmstadt, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, das Orchester des Landestheaters Wittenberg, das Orchester der Theater GmbH Plauen-Zwickau, und die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck. Im August 2007 leitete der Künstler als Gast der Neuköllner Oper die vielbeachtete Uraufführung der „Moshammeroper“ von Bruno Nelissen, mit der das Theater von zahlreichen Bühnen der Republik eingeladen wurde. Am Ende der Spielzeit 2010/11 debütierte er mit einem zweiteiligen Ballettabend an der Oper Leipzig und in der laufenden Spielzeit mit einer Nacht der Filmmusik beim Rundfunkorchester München. Auf dem Programm standen Highlights und Neues aus der deutschen Filmmusikszene.

Ein wichtiger Schwerpunkt in der künstlerischen Arbeit von Frank Zacher ist seit vielen Jahren die Kinder- und Jugendarbeit. Bereits am Theater Plauen leitete und moderierte er die Kinder- und Jugendkonzerte sehr fantasievoll. Über den Zeitraum seines Engagements am Landestheater Neustrelitz bis zur Verpflichtung als Chefdirigent des  Preußischen Kammerorchesters Prenzlau setzte sich sein Bemühen um eine attraktive und interessante Kinder- und Jugendarbeit fort, für die er stets verantwortlich war. Mehrfach wurde er von den Berliner Symphonikern zu Kinder- und Jugendkonzerten in die Berliner Philharmonie eingeladen. 2009 gelang es ihm, mit der Aufführung der unbekannten Oper „Die Idee” von Gustav Holst, gemeinsam mit der Regisseurin Ulla Theißen, dem Preussischen Kammerorchester und unter der Mitwirkung von zahlreichen Kindern, den bundesweiten Wettbwerb der Kulturstiftung der Länder „Kinder zum Olymp” in der Alterskategorie „Altersübergreifend” zu gewinnen. Die Auszeichnung wurde dem Produktionsteam im September 2009 von Bundespräsident Horst Köhler im Konzerthaus Berlin überreicht.