Thomas Berau

Berau

„Thomas Berau als Arcalaus [ist] ein Glücksgriff. Seine hoch kultivierte Stimme, seine Fähigkeit zur absoluten Präsenz machen aus einem Klischee eine große Gestalt.“ (opernnetz.de, Oktober 2009)

Thomas Berau wurde in Ingolstadt geboren und erhielt seine stimmliche Ausbildung bei Charlotte Lehmann an der Hochschule für Musik in Würzburg. Interpretatorische Studien führten ihn zu Ernst Huber-Contwig, Hannover, und in die Liedklasse von Irwin Gage an der Hochschule für Musik in Zürich. Er ist Preisträger des Mozartfestwettbewerbs in Würzburg, des Wiener Internationalen Wettbewerbs sowie des Wettbewerbs „Franz Schubert und die Musik des 20. Jahrhunderts“ in Graz.

Nach ersten Verpflichtungen an der Kammeroper Schloss Rheinsberg und dem Stadttheater Würzburg wurde Thomas Berau Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim, wo er als lyrischer Bariton ein vielfältiges Rollenspektrum von Papageno, Don Giovanni und Conte Almaviva über Jeletzki, Marcello, Germont bis hin zu

Wolfram, Amfortas und Beckmesser verkörpert. Aktuelle und zukünftige Rollen umfassen ferner Musiklehrer, Escamillo, Vater (HÄNSEL UND GRETEL), Nottingham (ROBERTO DEVEREUX) sowie die vier Bösewichte. Für Begeisterung bei Publikum und Presse sorgte er 2009/2010 mit seiner Interpretation des Arcalaus in J. C. Bachs Oper AMADIS DES GAULES.

Regelmäßige Konzertverpflichtungen führten Thomas Berau unter anderem nach Berlin, London, Paris, München, Zürich, Wien und Weißrussland. Neben dem traditionellen Repertoire setzt er sich auch intensiv mit zeitgenössischen Kompositionen auseinander und steht in Kontakt mit mehreren Komponisten der Gegenwart. Hervorzuheben ist seine Mitwirkung an der Uraufführung von Giorgio Battistellis AUF DEN MARMORKLIPPEN (2002) sowie Moritz Eggerts DIE SCHNECKE (2004), letzteres in der Regie von Hans Neuenfels. Zusammen mit Eggert, der ihm auch seinen Liederzyklus „Krausseriana“ widmete, interpretierte Thomas Berau 2000/2001 auch mit großem Erfolg Schuberts WINTERREISE für das Ballett der Oper Nürnberg. Die Produktion erhielt den Bayerischen Theaterpreis und gastierte bei den Ludwigsburger Festspielen und im Prinzregententheater München.

Gastspiele führten Thomas Berau an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, die Bayerischen Staatsoper München, die Staatsoper Stuttgart, die Staatsoper Hannover sowie ans Staatstheater Mainz und ans Theater Basel. 2010 gab er sein Debüt als Heerrufer beim Wagner Festival in Wels unter Leitung von Ralf Weikert. Im Februar 2011 debütierte er mit großem Erfolg als Oreste in Glucks IPHIGENIE EN TAURIDE am Theater Bielefeld.