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Stefanos Tsialis

Stefanos TsialisStefanos Tsialis, 1964 in Ermoupolis (Griechenland) als Sohn eines Griechen und einer Dänin geboren, ist seit August 2009 Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Thüringen Philharmonie Gotha. Er studierte Klavier am Konservatorium in Thessaloniki und danach Musikwissenschaften an der Universität in Kopenhagen. Anschließend vollendete er seine Ausbildung mit Auszeichnung an der Wiener Musikhochschule in den Fächern "Dirigieren" und "Korrepetition" und absolvierte Meisterkurse bei Leonard Bernstein, Václav Neumann und Rolf Reuter.  

Sein erstes Engagement führte ihn als Studienleiter und 2. Kapellmeister an das Südthüringische Staatstheater Meiningen,  wo er  u. a. die griechische Oper "Medea" von Mikis Theodorakis 1995 zur deutschen Erstaufführung brachte.

Von 1997 bis 2004 war Stefanos Tsialis Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie. Ergebnis einer markanten künstlerischen Entwicklung waren zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland. Seiner hervorragenden künstlerischen Arbeit ist es zu verdanken, dass  das Orchester mehrmals offiziell als musikalischer Botschafter der Bundesrepublik und des Landes Sachsen-Anhalt  fungierte.

Als ständiger Gastdirigent wirkte er in den Spielzeiten 2001 bis 2004 zudem bei den Berliner Symphonikern. Vor seiner Berufung zum Chefdirigenten der Thüringen Philharmonie Gotha war Tsialis von 2005 bis 2009 als 1. Kapellmeister und stellv. Generalmusikdirektor am Südthüringischen Staatstheater Meiningen tätig.

Stefanos Tsialis dirigierte namhafte Orchester wie die Stuttgarter Philharmoniker, die Staatskapelle Weimar, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder), die Hamburger und Nürnberger Symphoniker, das Kopenhagener Philharmonische Orchester, das Wiener Tonkünstlerorchester, das Orchestre Symphonique de Montréal und die Winnipeg Symphony in Kanada, das Staatsorchester Athen, die George Enescu Philharmonie Bukarest, das Große Rundfunksinfonieorchester Bukarest, das Aarhus Symphonieorchester, die Krakauer Philharmonie, die Belgrader Philharmonie, das Natal Philharmonic Orchestra in Durban in Südafrika sowie das Orquesta Nacional de Cuba. Gastauftritte führten ihn außerdem in die meisten europäischen Länder, nach Kasachstan, Kanada und in die USA. Des Weiteren hat er in CD-Produktionen für die Labels Genuin und Centaur, in Fernseh- und Rundfunkaufnahmen für die ARD, Deutschland Radio Kultur, den MDR und NDR sowie den rumänischen, griechischen und südafrikanischen Rundfunk mitgewirkt.

Er trat in berühmten Sälen, wie dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus, der Hamburger Musikhalle, der Meistersingerhalle Nürnberg, dem Salle Wilfrid Pelletier in Montréal, der „Orchestra Hall in Detroit, dem Bukarester Ateneum, dem Athener Megaron, dem Konzertsaal Vilnius und dem Tivoli Konzertsaal in Kopenhagen auf. Die Zusammenarbeit mit renommierten Solisten wie Viktor Tretjakow, Igor Oistrach, Vladimir Viardo, dem Wilanów-Quartett, Matthias Eisenberg, Dimitri Ashkenazy, Wolfram Christ, Ragna Schirmer, Jana Bouskova, Nils Landgren und Peter Rösel haben seinen Werdegang entscheidend mitgeprägt.

Stefanos Tsialis nahm an vielen renommierten Festivals, wie den Händelfestspielen, dem Tivoli Festival in Kopenhagen, dem Braunschweig Classix Festival, dem Festival de la Habana, der EXPO 2000 in Hannover sowie dem Hamburger Musikfest teil.

Tsialis gilt als weltweit führender Interpret  seines berühmten Landsmannes Mikis Theodorakis.

1996 war er Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung.  Stefanos Tsialis spricht acht Sprachen.