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Konzertkalender

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Populäres am Nachmittag - Gothaer Tagespost, 19.01.2010

Kaffeekonzert der Philharmonie

Von Horst Gröner

Gotha. (tlz) Kaffee, Kuchen und Klassik - das passt gut zusammen, wenn es sich um leichte und dabei schmackhafte Kost handelt. Nach diesem Grundsatz gelang der Thüringen Philharmonie Gotha beim jüngsten "Kaffee- und Kuchenkonzert" im Gothaer Hotel "Der Lindenhof" ein fein abgestimmtes Programm mit eingängiger klassischer Musik für Jedermann.


Verkaufsleiterin Melanie Koschig vom "Lindenhof" konnte sich über einen ausverkauften Saal freuen, als sie die Philharmonie und den österreichischen Gastdirigenten Volker Michael Plangg begrüßte. Dieser vermittelte anekdotenhaft Geschichten vor den einzelnen Stücken, quasi eine Musikkunde in Wort und Ton, und setzte gekonnt und unaufdringlich die "richtigen" musikalischen Akzente.

Das ist ja auch der besondere Charme eines solchen Konzertes, dass durch die räumliche Nähe von Dirigent, Orchester und Zuhörern eine Transparenz entsteht, die das Musizieren hautnah verfolgen lässt. Und da die Philharmonie dann noch bei kleiner Streicher- und voller Bläserbesetzung hingebungsvoll und klangschön aufspielte, stand einem genussvollen Nachmittag nichts im Wege.

Wie konnte alles besser beginnen als mit der Ouvertüre zur Operette  "Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß, mit ihren rassigen und ins Ohr gehenden Melodien. Virtuos und energiegeladen gespielt folgte darauf von Gioacchino Rossini seine berühmte Ouvertüre zum "Barbier von Sevilla", ein Kabinettstück der besonderen Art und immer wieder gern gehört.

Der elegische und gefühlvolle "Slawische Tanz" Nr. 2 e-moll von Antonin Dvorák brachte innerliche Ruhe zurück. In der Schnellpolka "Unter Donner und Blitz" zeigte sich dann das Orchester von seiner schwungvollsten Seite. Lautmalerisch ließ Edvard Griegs "Morgenstimmung" aus der "Peer Gynt-Suite" Nr. 1 eine aufblühende Stimmung entstehen, bevor dann der "Kaiserwalzer" von Johann Strauß den rauschenden Schlusspunkt im Programm setzte.

Klar jedenfalls, dass Dirigent und Orchester nicht ohne Zugabe davon kamen. Für den herzlichen Beifall bedankten sie sich noch mit "Eljen a Magyar" und beendeten mit dieser fetzigen Strauß-Polka eine höchst vergnügliche sonntägliche Musikstunde.