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Konzertkalender

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Kurzweiliger Musik-"Dialog" - Thüringische Landeszeitung, 05.02.2010

Gotha. (tlz) "Einen beschwingten Abend mit viel Jubel und Freude" versprach Günter Müller-Rogalla, Intendant der Thüringen Philharmonie Gotha, bei der Einführung zur zweiten Veranstaltung in der Reihe "Dialoge" - und seine Musiker hielten Wort. Das Konzert stand unter dem Thema "Jauchzet Gott in allen Landen", nach dem Titel der Bach-Kantate BWV 51, die die Sopranistin Monika Mauch als sprühendes Feuerwerk der Gesangskunst darbrachte.

Singulär ist in Bachs Kantaten-Oeuvre die Verbindung von Solosopran und Trompete, sowie die virtuosen Anforderungen des Werks an den Sänger, weshalb die Forschung einen Kastrateninterpreten als Kompositionsanlass vermutet. Doch Monika Mauch hatte genug Stimmkraft, die Partie zu stemmen. Mit größter Leichtigkeit und Stilsicherheit sang sie die Ausdauer fordernde und von Koloraturen durchtränkte Lobpreisung Gottes. Eine äußerst melodiöse Phrasengestaltung sowie eine eindringliche Textgestaltung unterstrichen, dass diese Künstlerin der Ausnahmekantate gewachsen war.

Kantiger erklang dagegen der Bachsche Gottesruhm in Form eines instrumentalen Kontrapunkts im "Chorale" der Kantate. Mit der "Capriol Suite" des Engländers Peter Warlock spielte die Thüringen Philharmonie unter Leitung ihres Chefdirigenten Stefanos Tsialis in der Margarethenkirche dann bearbeitete Tanzsätze aus dem bekanntesten Tanztraktat des 16. Jahrhunderts, der "Orchésographie" mit dunklem, vollem Klang, mal mit gravitätischem, mal mit beschwingtem Gestus. Hauchzart in filigranen Pizzicato-Partien, mit klarer Linienführung verliehen Dirigent und Orchester den kurzweiligen Stücken Charakter.

Aber auch der 1. Sinfonie von Charles Gounod erwiesen die Musiker viel Spielfreude und Engagement. Tsialis forderte und inspirierte seine Musiker in einem detailreichen, farbenvollen Dirigierkonzept, dem sie mit Verve und Tonkultur - besonders in den Holzbläsern - folgten.

Von Julia Stadter