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Thüringen Philharmonie Gotha konzertierte mit dem Amadeus Guitar Duo
Von Dagmar Völling
HELMSTEDT.
Den Besuchern der Juleum-Konzerte ist am Dienstagabend Ungewöhnliches
geboten worden. Schließlich gibt es nicht viele Konzerte für
Gitarrenduo und Orchester.
Die Thüringen Philharmonie Gotha
konzertierte mit dem Amadeus Guitar Duo in der ehemaligen Universität.
Gemeinsam boten sie eine "Spanische Nacht" der Extraklasse. Wahrhaft
virtuos das Spiel des kanadisch-deutschen Gitarrenduos mit Dale
Kavanagh und Thomas Kirchhoff, das seit 1991 zu den erfolgreichsten
Ensembles dieser Art in Europa zählt. Sie zeigten ihr Können an diesem
Abend in bester Weise, fulminant begleitet von den Klangkörpern der
Philharmonie.
Perlend und makellos gelangen die Läufe in den sieben Sätzen von Joaquin Rodrigos "Concierto Madrigal". Der Großmeister unter den spanischen Komponisten erschuf ein melancholisches, dramatisches Werk. Es stürzt aber nicht in düstere Abgründe, sondern bewahrt immer einen positiven Anklang. Die zwei Solo-Gitarren bilden abwechselnd den Motor innerhalb der Musik und werfen sich mit den übrigen Instrumenten des Orchesters gegenseitig kleine melodische Passagen zu. Das Musikerpaar brillierte mit sensibelster Gestaltungskraft und einem warmen und tragenden Gitarrenton.
Den zweiten Teil des Abends bestimmte die Thüringen Philharmonie unter der Leitung von Hermann Breuer. Das junge Orchester mit Tradition präsentierte hervorragend disponiert Manuel de Fallas "El Amor brujo: Konzertsuite". Den Höhepunkt bildete dann die berühmte "Carmen-Suite" von Bizet. Die Akustik des Juleum bot jedem Klangkörper beste Entfaltung. Das Ensemble spielte so mitreißend, dass die Zuhörer nicht bis zum Ende der Suite mit Applaus warten wollten.
(Foto: Völling)
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