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Benefizkonzert für Haiti

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„Der fliegende Holländer”

Donnerstag, 16.09.2010 - 10.00 Uhr

Kulturhaus Gotha

Bezaubernde Hornklänge - Gothaer Tagespost, 12.12.2009

Eß eroberte die Herzen der Zuhörer

Von Horst Gröner

GOTHA. (tlz) Es war ein Konzert der Extra-Klasse: Selten war die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" so spannungsgeladen und so differenziert gestaltet zu hören wie zu Beginn des jüngsten Anrechtskonzertes der Thüringen Philharmonie Gotha.

Wie die düsteren Streicherklänge von den großartig intonierenden Hörnern durchbrochen wurden, wie  bedrohliche Szenen von jubelnden Klängen überstrahlt und sich  die Geschichte der Oper gleichsam in Tönen entwickelte, dies war eine echte Glanzleistung des Orchesters, das sich von seinem Chefdirigenten Stefanos Tsialis bereits hier zu musikalischen Ausbrüchen anfeuern ließ. Die Zeichen standen aber auch weiter auf "Horn". Mit dem Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 Es-Dur von Richard Strauss stellte sich der junge Solohornist der Bamberger Symphoniker Christoph Eß vor. Virtuos begann er das "Allegro" des ersten Satzes mit dem für Strauss typischen Auftakt des Soloinstruments, stets in Harmonie mit dem Orchester und von diesem einfühlsam begleitet.

Das liedhafte "Andante" des zweiten Satzes gab Eß Gelegenheit, die Melodiebögen intensiv auszuspielen, immer von Tsialis aufmerksam unterstützt. Im "Allegro" des dritten Satzes wurden noch einmal Motive des Kopfsatzes verarbeitet, deren halsbrecherische Läufe auch hier vom Solisten mit Bravour gemeistert wurden. Der stürmische Beifall für diesen sympathischen Künstler brachte als Zugabe ein Kabinettstückchen von Gioacchino Rossini, das "Rendezvous de Chasse" für Horn solo. Hier zeigte Christoph Eß noch einmal, welch unterschiedlichste Töne und faszinierende Effekte er seinem Instrument in diesem an Jagdszenen erinnernden Stück entlocken konnte, sehr zum erstaunten Vergnügen seiner Zuhörer. Die "große" Sinfonie C-Dur D 994 von Franz Schubert beendete diesen außergewöhnlichen Konzertabend. Auch hier gaben die Hörner im "Allegro" des ersten Satzes das Leitmotiv vor, das vom Orchester in epischer Fülle aufgegriffen und verarbeitet wurde. Das ständig in Bewegung gehaltene "Andante con moto" des zweiten Satzes, mit einer abrupten Unterbrechung im Orchester und einem von Schubert genial komponierten zögerlichen Neubeginn durch die Violoncelli, forderte von Dirigent und Orchester ein Höchstmaß an Präzision. Nach dem breit angelegten "Scherzo. Allegro vivace" endete die Sinfonie im Finale mit einem nochmals alle fordernden "Allegro vivace". Tsialis arbeitete hier die Kontraste mitreißend und packend heraus und steckte die Musiker sichtlich mit seiner Leidenschaft an.

Das jubelnde C-Dur, mit dem das Werk ausklang, ging nahtlos in den minutenlangen Applaus des Publikums über, mit dem es sich für einen gelungenen Musikgenuss bedankte.

 

 

Das Spielplanheft 2010/2011
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