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Benefizkonzert für Haiti

Mittwoch, 08.09.2010 - 19.30 Uhr

Gotha | Margarethenkirche

Kissinger Operettenzauber

Samstag, 11.09.2010 - 19.30 Uhr

Bad Kissingen | Regenten-Saal

Konzert J1

„Der fliegende Holländer”

Donnerstag, 16.09.2010 - 10.00 Uhr

Gotha | Kulturhaus

Musikalische Märchen - Gothaer Tagespost, 19.12.2009

Weihnachtliches Anrechtskonzert im Gothaer Kulturhaus

Von Horst Gröner

GOTHA. (tlz) Märchenhaftes gewann bei diesem Konzert der Thüringen Philharmonie Gotha die Herzen der Zuhörer. Der Moderator des Abends Christian Ludwig verstand es, charmant mit launigen Worten auf die jeweiligen Stücke einzustimmen und mit dem Vorlesen der Geschichte "Der doppelte Weihnachtsmann" von Paul Maar einen besonderen Farbtupfer zu setzen.

Stefanos Tsialis tat aber musikalisch das seinige dazu, um das Eintauchen in eine verzaubernde Märchenstimmung zu unterstützen. Er animierte die Musiker der Thüringen Philharmonie Gotha zu besonders hinreißendem Spiel in einem Konzertprogramm, das dem selbst gesetzten Anspruch "Winterzeit, Märchenzeit" voll gerecht wurde.

Bereits die Ouvertüre zu Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel" führte bildhaft in die bekannten Motive dieser Oper ein, mit herrlichem Eingangssolo der Hörner und transparenter Darstellung der einzelnen Szenen wie z.B. Abendsegen und Hexentanz. Der anschließende Walzer "Feenmärchen" op. 312 von Johann Strauß (Sohn) ließ das Bild tanzender Fabelwesen erstehen, mit einem wild dazwischen gehenden Puck, der aber den walzerseligen Reigen dieser Geister nicht stören konnte.

Nikolaj Rimskij-Korsakow war dann mit einer Suite aus seiner Oper "Schneeflöckchen" zu hören. Die wirbelnden Schneeflocken in der "Introduktion", der vorlaute Kuckuck im "Tanz der Vögel", der markante Marsch im "Festzug des Zaren Berendey" und ein fröhlich munterer "Tanz der Spielleute" zauberten auch hier wunderschöne Bilder in den Raum.

Besonders gelungen waren dann die beiden folgenden Werke. Im "Verzauberten See" op. 62  von Anatolij Ljadow bestachen eingangs die Streicher im Zusammenspiel mit der Harfe. Bei  Emile Waldteufels "Der Schlittschuhläufer" op. 183 faszinierten wieder einmal die Hörner, dann aber auch das gesamte Orchester, das wirbelnd und äußerst prägnant diesen eingängigen Walzer darbot. Wer weiß, wie viele der Anwesenden sich hier innerlich auf das Tanzparkett locken ließen!

Den Abschluss dieses musikalischen Märchenabends bildete Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Ballettsuite "Der Nussknacker". In den acht Sätzen zeigte das Orchester animiert sein Können, fein und klar aufspielend wie in den ersten beiden Sätzen "Ouvertüre" und "Marsch", dann im "Tanz der Zuckerfee" mit Celesta und Bassklarinette zauberhaft oder im "Russischen Tanz" (Trepak) mitreißend musizierend. Im "Arabischen Tanz" tauchte die Musik in eine völlig andersartige Welt ein, bevor sehnsüchtige Weisen im "Chinesischen Tanz" erklangen oder lautmalerisch die Posaunen den "Tanz der Rohrflöten" charakterisierten. Das krönende Finale kam dann mit dem aufblühenden "Blumenwalzer", der das Publikum zu stürmischem Beifall für Dirigent und Orchester hinriss. Ungewöhnlich, aber wahr: es gab als Zugaben eine Wiederholung von "Trepak" und  "Marsch", mit denen die Philharmonie sich schließlich von ihren begeisterten Zuhörern verabschiedete.

 

 

Das Spielplanheft 2010/2011
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