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Kissinger Operettenzauber

Samstag, 11.09.2010 - 19.30 Uhr

Bad Kissingen | Regenten-Saal

Konzert J1

„Der fliegende Holländer”

Donnerstag, 16.09.2010 - 10.00 Uhr

Gotha | Kulturhaus

Kirchenkonzert

Sonntag, 19.09.2010 - 17.00 Uhr

Hildburghausen | Christuskirche

Schneeflocken, Feen und Nussknacker-Suite - Freies Wort Suhl, Ressort Feuilleton, 28.12.2009

Die Thüringen Philharmonie lud zum weihnachtlichen Nachschlag ins CCS

Behutsam, zärtlich, ja ganz und gar liebevoll, so als würden die Streicher ihre Instrumente nicht streichen, sondern streicheln wollen, eröffneten die Musiker der Thüringen Philharmonie Gotha mit Musik aus Engelbert Humperdincks romantischer Märchenoper "Hänsel und Gretel" am Freitagabend das Weihnachtskonzert im Suhler Congress Centrum. "Winterzeit ist Märchenzeit" hatte der Klangkörper, der etliche Jahrzehnte lang auch in Suhl Zuhause gewesen ist, das Konzert umschrieben. In der in kürzester Zeit beliebt gewordenen Reihe "Musikzauber" lebt die Tradition der Suhler Weihnachtskonzerte fort. Für rund 850 Gäste im Saal brachte das zweistündige Konzert nicht nur ein Wiedersehen mit altbekannten Musikern, vor allem entführte es im "Weihnachtsstress" mit zauberhaften, romantischen und vielfach ganz bekannten Melodien noch einmal auf sanfte Weise in die Weihnachtszeit. Momente zum stillen Genießen offerierte das Orchester, das ein anderer altbekannter Südthüringer dirigierte: Stefanos Tsialis, einst erster Kapellmeister des Meininger Theaters, leitet seit Herbst die Thüringen Philharmonie.

Leckerbissen nach der Pause

Humperdincks Märchenoper mochte dem ein oder anderen im Saal noch aus der Schulzeit ein Begriff sein - sie gehörte viele Jahre lang zum Unterrichtsstoff im Fach Musik. Der sogenannte "Feenwalzer" von Johann Strauß (Sohn) - eigentlich ein "Feenmärchen" - gehört dagegen zu den nicht so bekannten Werken. Ebenso die Suite aus der Schneeflöckchen-Oper, der "Snegurochka", von Nikolai Rimsky-Korsakow. Festlich, ja geradezu funkelnd ließen die Musiker die Schneeflöckchen - musikalisch - auf die Erde tanzen. Zwischen beiden Werken erzählte Christian Ludwig gewitzt und pointiert ein Weihnachtsmärchen. Der einstige Musikdramaturg der Thüringen Philharmonie führte mit Charme den Abend.

Die beiden Sahnestücke des Konzerts präsentierte das Orchester nach der Pause. Dazu gehörte das nahezu unbekannte Klangmärchen "Der verzauberte See" des russischen Komponisten Anatoli Ljadow, das mit sanften und zärtlichen Klängen ganz unweigerlich Bilder einer kalten russischen Winternacht im Kopf des Zuhörers entstehen lässt. Bilder, in denen sich das Mondlicht im See und auf den Eisflächen spiegelt und in denen man die eigentlich lautlos zur Erde fallenden Schneeflocken zu hören glaubt. Sphärische Klanggemälde hat Ljadow mit seiner 1906 fertig gestellten Komposition geschaffen, die sich wohl auch gut als Filmmusik eignen würde. Gefühlvoll dirigierte Tsialis dazu die Thüringen-Philharmonie, die mit ihrer Interpretation des Klangmärchens das Weihnachtskonzert getreu seinem Motto zum Winterkonzert werden ließ.

"Nussknacker" zum Schluss

Den Abschluss bildete - wie könnte es anders sein - die berühmte Nussknacker-Suite nach dem gleichnamigen Ballett von Peter Tschaikowski. Die kannte nun jeder im Publikum: Sie löste am Ende solche Begeisterung aus, dass sich Stefanos Tsialis genötigt sah, noch einen kleinen Nachschlag zu liefern. Freudiger Beifall und auch Fußtrampeln für die Thüringen Philharmonie spendeten die Zuhörer wohl nicht nur für ein schönes Weihnachtskonzert, sondern auch als Dankeschön für ein Wiedersehen mit den Musikern in Suhl. (Lau)

 

 

Das Spielplanheft 2010/2011
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