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SUMMARY:4.SiKo Brahms und Dvořák –  Bündnis verwandter Geister
DESCRIPTION:Einführung: 19:00 Uhr  \nDIRIGENT Markus Huber  \nKLAVIER Bernd Glemser\n\n \nJOHANNES BRAHMS Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83  \nANTONÍN DVOŘÁK Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 \n \nUm in der Kunst erfolgreich zu sein, braucht es Förderer. Selbst die heutzutage bekanntesten Komponisten wären wohl nicht zu Höchstleistungen angetrieben worden, hätte nicht ein Convoyeur im Hintergrund die Türen zum Ruhm geöffnet. „Es waltet in jeder Zeit ein geheimes Bündnis verwandter Geister. Schließt, die ihr zusammengehört, den Kreis fester, dass die Wahrheit der Kunst immer klarer leuchte […].“ Mit diesem Satz Robert Schumanns in der „Neuen Zeitschrift für Musik“ begann 1853 die steile Karriere des noch nahezu unbekannten Johannes Brahms. Doch ein Garant für den Durchbruch war das noch lange nicht – mit seinem ersten Klavierkonzert war Brahms im Alter von 25 Jahren noch entschieden durchgefallen. Denn das Publikum erwartete vor allem wirkungsvolle Zirkusnummern und pianistische Bravour. Brahms bot stattdessen ein Konzert aus dem strengen Geist der Sinfonik. Auch in seinem Klavierkonzert Nr. 2 blieb sich Brahms darin absolut treu, doch diesmal war das Publikum euphorisiert und angetan, denn ihm gelang die Verschmelzung von sinfonischer Form und virtuosem Konzertcharakter. Erstmals in der Musikgeschichte standen in diesem Werk Solo-Stimme und Orchester nicht mehr im traditionellen Sinne konzertierend im Wettstreit, sondern ergänzten sich zu einem sinfonischen Ganzen. Der Wiener Kritiker Eduard Hanslick sprach sogar von einer „Sinfonie mit obligatem Klavier“ und brachte damit den innovativen Wert der Komposition zum Ausdruck. Die Worte seines Mentors dürfte Brahms wohl bis an sein Lebensende nicht vergessen haben, denn er selbst schloss ein Bündnis mit einem ihm verwandten Geist, nämlich Antonín Dvořák. Nachdem sich dieser um das Stipendium „Österreichischer Staatspreis für Musik“ beworben hatte, sorgte Brahms dafür, dass Dvořák den Zuschlag bekam. Brahms vermittelte den Jungkomponisten an seinen eigenen Musikverlag „Simrock“, der einige seiner Kompositionen veröffentlichte. Dies war der Beginn einer lebenslangen Freundschaft sowie eines regen künstlerischen Austausches. So erlebte Dvořáks Kompositionsstil einen massiven Einfluss durch Brahms‘ Tonsprache, dennoch kann er nicht als Epigone Brahms‘ abgestempelt werden. Er war durchaus in der Lage, seine eigene Tonsprache zu bewahren, die überwiegend der böhmischen Folklore verpflichtet war. Diese gipfelte u.a. in seiner „Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88“, die bis heute vor allem für ihren entspannten und heiteren Optimismus große Popularität genießt. \n\n
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