Danke, Luciano!

Luciano Pavarotti. Foto: Terry O´Neil
Thüringen Philharmonie erinnert an Luciano Pavarotti

Es müssen nicht immer Jubiläen oder runde Geburtstage sein, um große Persönlichkeiten zu ehren.

In diesem Jahr feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag der großen Pianistin Clara Schumann, 2020 steht der 250. Geburtstag Beethovens im Fokus. Und der legendäre Luciano Pavarotti? Er starb vor 12 Jahren im Alter von 71 Jahren. Kein rundes Datum also.

Dennoch: Drei italienische Tenöre offerieren einen italienischen Opernabend der besonderen Art. Im Zentrum des Programms stehen Highlights seines Repertoires, mit denen er auf wunderbare Weise die Welt verzauberte. Seine Stimme war ein Jahrhundertereignis, festgehalten auf Tonträgern, die jederzeit abrufbar sind. Die Konzertabende am 24. Oktober, 20 Uhr im Kulturhaus Gotha, und am 26. Oktober, 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach, wollen uns in die Welt italienischer Opernmusik, in die Welt Pavarottis entführen.

In Zusammenarbeit mit der Fondazione Luciano Pavarotti werden wir eine Reise unternehmen, die seinen Weg vom lyrischen zum dramatischen Tenor nachvollzieht. Was sollten wir wissen? Pavarotti, geboren 1935 in Modena, Sohn eines Bäckermeisters, debütierte 1961 am Theater in Reggio Emilia als Rodolfo in Puccinis „La Bohème“ – eine seiner Paradepartien. Schnell öffneten sich die großen Opernhäuser der Welt, die Mailänder Scala, die New Yorker Met... 2004 beendete er seine Bühnenlaufbahn. Danach gab er zahllose Konzerte, bis er 2006 bei den Olympischen Winterspielen in Turin seinen Abschied nahm. Federico Lerpe hat seinen Abschluss in Triest gemacht. Neben dem Operngesang wirkt er auch als Konzert- und Oratoriensänger. Giordano Lucà, gebürtiger Römer, hat noch bei Pavarotti Meisterkurse besucht. Der aus Turin stammende Massimiliano Pisapia debütierte als Pinkerton (Madame Butterfly) und ist heute gleichfalls an allen großen Häusern zu erleben. Die beiden Sopranistinnen Maria Francesca Cucuzza und Martina Gresia sind willkommene Duett-Partnerinnen in Szenen aus „Butterfly“, „Rigoletto“, „Traviata“. Aber auch Bellini und Donizetti fehlen nicht im Programm, selbst neapolitanische Lieder – Pavarottis große Passion – nicht.

Auch reine Orchestermusik wird an diesem glanzvollen Abend nicht fehlen. Eröffnet wird der Abend mit der Ouvertüre zur „Macht des Schicksals“ und nach der Pause erklingt das Intermezzo aus Puccinis „Manon Lescaut“. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Eraldo Salmieri. Durch das Programm führt Rainer Zagovec. Lassen Sie sich entführen in die Welt des Belcanto mit den schönsten Melodien aus der Welt der italienischen Oper.