Schmerz und Abschied

Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach startet ins neue Jahr

Mit „Schmerz und Abschied“ startet die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach ins neue Jahr. Bei den Konzerten am 16. Januar 2020 um 20 Uhr im Kulturhaus Gotha und am 17. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach stehen die 7. Sinfonie von Franz Schubert – besser bekannt unter dem Beinamen „Die Unvollendete“ – und „Das Lied von der Erde“ von Gustav Mahler auf dem Programm.

Ob Schuberts Sinfonie wirklich unvollendet geblieben ist oder ob er die zwei überlieferten Sätze als in sich geschlossen betrachtete, ist nicht ganz klar. Deutlich steht das Werk jedoch am Anfang von Schuberts letzter Schaffensperiode, in der der Komponist den heiteren Tonfall seiner früheren Werke verloren hat und eine Todesahnung vorzuherrschen scheint. Schubert verstarb mit nur 31 Jahren an Syphilis. Mahlers „Lied von der Erde“ vertont eine Reihe von chinesischen Gedichten in der Übersetzung von Hans Bethge, die dem Komponisten 1907 in die Hände fielen.

Durch die Verwendung neuer Überschriften fügte Mahler die ausgewählten Gedichte zu einem Liederzyklus, der um Vergänglichkeit und Abschied kreist. Die Schwermut entsteht dabei im Rückblick auf die vergängliche Jugend und Schönheit, die ebenso feierlich besungen werden. Die „Sinfonie für eine Tenor- und eine Alt- (oder Bariton-) Stimme und Orchester“ – so der originale Untertitel des Werkes – wird von den Solisten Silvia Hauer und Tobias Hächler eindrucksstark interpretiert. Am Pult steht Chefdirigent Markus Huber, der zu Konzerteinführungen um 19 Uhr (Gotha) bzw. 18.45 Uhr (Eisenach) einlädt.

Karten und Informationen unter www.thphil.de oder in der Gothaer Tourist-Information bzw. Tourist-Info und Theaterkasse Eisenach.