Rückgriff und Vision

Ramon Jaffè

Das wohl bekannteste Werk der Musikgeschichte steht bei den Konzerten der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach am 12. März 2020 um 20 Uhr im Kulturhaus Gotha im Mittelpunkt: Beethovens 5. Sinfonie, auch bekannt als „Schicksals-Sinfonie“. Sieben Jahre lang rang der Komponist mit dem Werk, der seine zunehmende Ertaubung als Schicksal anzunehmen versuchte. In dem Werk manifestieren sich zugleich revolutionäre Gedanken, die sich im permanenten Vorwärtsdrängen des Kopfsatzes und in der ungeheuren Dichte des musikalischen Materials Ausdruck verschaffen.

Einen verklärten Blick in die Vergangenheit richteten dagegen Johannes Brahms in seinen „Variationen über ein Thema von Haydn“ und Peter Tschaikowsky in seinen „Rokoko-Variationen“, einem verkappten Solokonzert für Violoncello und Orchester. Beide Komponisten schufen ihren musikalischen Vorbildern Haydn und Mozart damit klingende Denkmäler, die zugleich die unwiederbringliche Vergangenheit beschworen. Brahms opulentes Variationenwerk über den „Chorale St. Antoni“ ist ein Meilenstein auf seinem Weg zur Sinfonik. Tschaikowskys liebliche, jedoch für den Solisten recht anspruchsvolle „Rokoko-Variationen“ werden häufig in der späteren Fassung des Cellisten Wilhem Fitzenhagen aufgeführt. Der gebürtige Lette Ramon Jaffé, Dauergast bei internationalen Orchestern und Festivals, präsentiert dem Publikum jedoch die vom Komponisten indentierte Urfassung in der ursprünglichen Reihenfolge der Variationen.

Das Konzert in Eisenach fällt aus.

Am Pult der Thüringen Philharmonie steht der Dirigent Russell Harris. Bitte beachten Sie: Die Konzerteinführung mit dem Dramaturgen der Thüringen Philharmonie, Simon Kannenberg, findet um 19 Uhr (Gotha) statt.

Die Teilnehmeranzahl des Konzertes wurde auf 499 reduziert. An der Abendkasse gibt es keine Karten.