A2 ELEGANZ UND HEITERKEIT

Do, 3. Oktober 2019 | 20:00 Uhr
Gotha | Stadthalle
Paul Juon Konzertstück „Burletta für Violine und Orchester“
Felix Mendelssohn Bartholdy Violinkonzert in e-Moll op. 64
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73  

Solistin:
Maria Solozobova

Dirigent
Conrad van Alphen

Neben den bekannten Werken von Mendelssohn und Brahms verspricht das zweite Anrechtskonzert am 3. Oktober um 20.00 Uhr in der Stadthalle Gotha eine ganz besondere Entdeckung: Das Konzertstück „Burletta für Violine und Orchester“ des nahezu unbekannten Komponisten Paul Juon. Der in Moskau geborene, in Berlin wirkende und später in der Schweiz lebende Spätromantiker verstand sich als Brückenschläger zwischen Tradition und Moderne. Inspiriert vom slawischen Melos spickt er seine Kompositionen mit raffinierten Rhythmen und irritierenden Metren, ohne den Wohlklang aus den Augen zu verlieren. Seine einsätzige „Burletta“ von 1940 ist eines seiner letzten Werke. Nicht zufällig präsentiert die weltweit gefeierte Geigerin Maria Solozobova dieses selten gespielte Opus. Auch sie wurde in Moskau geboren, lebt heute in der Schweiz und setzt sich seit Jahren für die Wiederentdeckung Paul Juons ein.

Maria Solozobova wird natürlich auch als Solistin des Mendelssohnschen Violinkonzerts zu erleben sein, das als eines der schönsten seiner Gattung überhaupt gilt. In wenigen Wochen 1844 entworfen, feilte der Komponist gerade an diesem Konzert, wie an kaum einem anderen seiner Werke. Selbst zur Uraufführung 1845 im Leipziger Gewandhaus spielten Solist und Orchester noch aus handkorrigierten Notenblättern. Der fast engelsgleichen Leichtigkeit der Musik merkt man allerdings diese schwere Geburt an keiner Stelle an. So bilden die drei Sätze ein organisches Ganzes, durchdrungen von apollinischem Lebensgefühl.

Auch die „Zweite“ von Johannes Brahms gilt als die unbeschwerteste unter seinen vier Sinfonien. Allerdings spricht Brahms eine rauere Sprache, die er auch in lichten Momenten nicht verleugnen kann. Viele große Kompositionen des Wahl-Wieners entstanden während ausgedehnter Sommerreisen in den Süden. So atmet die D-Dur-Sinfonie die alpine Luft des Wörthersees. Über vierzehn Jahre rang Brahms mit der Gattung, die nach Beethovens „Neunter“ so schwer fortzuführen war. Nach der herben „Ersten“ folgte bereits ein Jahr später 1877 das versöhnliche Schwesterwerk, das es beim Wiener Publikum wesentlich leichter hatte.

Die Gesamtleitung des Konzerts liegt in den erfahrenen Händen des holländisch-südafrikanischen Dirigenten Conrad van Alphen, der sich mit international renommierten Orchestern rund um den Globus einen Namen gemacht hat.

Kartenvorverkauf

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Eintrittspreise
Normalpreis: ab 13,00 €
ermäßigt1): ab 10,40 €
ermäßigt2): ab 6,50 €

1) gilt für Rentner und Schwerbehinderte (bei Merkzeichen B im Ausweis), Begleitpersonen sind frei
2) Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger, Studenten, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstler mit gültigem Ausweis
Schüler zahlen für Konzertkarten der Reihen A und B nur 5,00 € auf allen Plätzen.

Conrad-van-Alphen; Foto: Seger van Wijk