8. Sinfoniekonzert: WIENER ELEGANZ UND PATHOS

Fr, 3. Juli 2020 | 19:30 Uhr
Eisenach | Landestheater
Ludwig van Beethoven mit Kadenz von Clara Schumann Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58
Anton Bruckner Sinfonie Nr. 1 c-Moll

Solistin
Ragna Schirmer, Artist in Residence

Dirigent
Markus Huber

Beethovens 4. Klavierkonzert G-Dur entstammt einer Phase höchster schöpferischer Produktivität. Entstanden in den Jahren 1805/06, überwiegt hier der lyrische Grundcharakter. Das fein abgestimmte Dialogisieren der Partner erreicht im Mittelsatz besondere Qualität – die Kraft der Liebe (Klavier) bezwingt die Mächte der Finsternis (Orchester). Insgesamt spannt das Konzert einen Bogen von zartesten Schwingungen bis zu jubilierender Glückseligkeit. Das tänzerische Rondo-Finale kündet von unbeschwerter Heiterkeit.

Zur Eigenart des Bruckner‘schen Schaffens gehört es, dass seine Sinfonien in der Regel mehrere Fassungen aufweisen. Lebenslang kämpfte er um die Endgültigkeit seiner Partituren. Immer wieder kürzte er, schrieb um, formulierte neu. Bruckners „Erste“ ist das Werk eines Vierzigjährigen, also keine Jugendschöpfung.

Alle Merkmale der späteren Sinfonien sind nun vorhanden: Grundcharakter und Formaufbau der einzelnen Sätze, die Erweiterung von zwei Themen zur Dreiheit der Themengruppen, die im Finale gipfelnde Erfüllung des Zyklus, die „registerartige“ Instrumentierung, die harmonischen Kühnheiten, die kontrapunktischen Kombinationen. Die Wiener Fassung von 1891 betrifft hauptsächlich die Instrumentation. In die Musikgeschichte ist Bruckner eingegangen mit seinen sinfonischen Kolossalbauten.

 

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