A 1: DEM SCHICKSAL ERGEBEN

Do, 24. September 2020 | 18:00 Uhr
und 20.30 Uhr / Kulturhaus Gotha
Konzerteinführung durch Markus Huber: 17.15 und 19.45 Uhr

Michail Glinka: Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmilla“

Charles Villiers Stanford: Konzert für Orgel und Orchester op. 181

Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Solist:
Theophil Heinke, Orgel

Dirigent:
Markus Huber

 

Mit wahrhaft schicksalhaften Klängen eröffnet die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach die neue Spielzeit. Die „phan-tastische Oper“ Ruslan und Ludmilla von Michail Glinka fesselt durch eine verworrene Geschichte von Entführungen, guten und bösen Zauberern, Riesen und sprechenden Köpfen. Die großen Lebensthemen vertont Glinka in einer furiosen und mitreißenden Musik.

Was dort in einer fabelhaften Geschichte etwas überzeichnet dargestellt wird, hat Tschaikowsky selbst erlebt: Mit seiner „Vierten“ schrieb er gewissermaßen seine eigene Schicksals-sinfonie und verarbeitete darin eine großen Lebenskrise, die von unerfüllter Liebe (zum gleichen Geschlecht) und von ge-sellschaftlicher Isolation geprägt war.

Ein solches Hadern mit dem Schicksal blieb dem irischen Or-ganisten und Komponisten Charles Villiers Stanford erspart. Gleichwohl zeugt das Konzertstück für Orgel und Orchester von 1921 mit seinen wuchtigen Klängen von dem Tempera-ment des gefürchteten Kompositionslehrers am Royal College of Music in London und an der Universität Cambridge.

Die Thüringen Philharmonie eröffnet die Saison zusammen mit dem Waltershäuser Orgelvirtuosen KMD Theophil Heinke, der nicht nur die künstlerische und organisatorische Leitung des Thüringer Orgelsommers innehat, sondern auch als Kultur-botschafter des Landkreises Gotha amtiert.

Dauer: ca. 75 Minuten ohne Pause