Hintergründig war die Gruppe Maybebob, und zugleich selbstironisch, energiegeladen, nachdenklich oder auch ganz sanft. Das Konzert zusammen mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach unter Leitung von Chefdirigent Markus Huber im vollbesetzten Gothaer Kulturhaus war erstaunlich. Zugleich war es der Auftakt zu den „Achava Festspielen Thüringen“, weshalb auch Politprominenz wie Ministerin Katja Wolf oder Landrat Onno Eckert gekommen waren.
Maybebob kommen ursprünglich vom Jazz – und das A-capella-Lied vom „Bebob-Butzemann“ war sensationell. Auch sonst gehen sie locker mit den Rhythmen um. Selbst das biedere Rennsteiglied bekam eine schmissige Anmutung. Dass sie dann noch über „Kloß mit Soß“ und Rentenreform einen Stegreif-Song darboten, war herrlich und wurde mit ganz viel Applaus belohnt. Zwischendurch gab es noch ein Volklied-Ratespiel mit Publikumsbeteiligung – alles höchst vergnüglich.
Die Arrangements mit dem Orchester passten dazu bestens. Viele ungewöhnliche Klangfarben, viel musikalische Energie und immer ein leichtes Augenzwinkern. Nur bei den „Liedern des Widerstands“ ganz am Ende des Programms waren sie von einem geradezu heiligen Ernst. Das Lied von den „Moorsoldaten“ war unübertrefflich: so inniglich, so zurückhaltend, so stark.
Am Freitag um 19.30 Uhr wird dieses Konzert noch einmal im Landestheater Eisenach gespielt. Karten dafür gibt es noch an der Abendkasse.
Alle Fotos von Bernd Seydel
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