IM PARADIESGARTEN DER KLÄNGE

Das Glück liegt in Weißensee

In der Stadt im Westen Thüringens verbinden sich mystische Legenden und jahrhundertealte Bauwerke mit außergewöhnlicher Gartenkultur. Hier treffen der größte chinesische Einzelgarten Europas und das älteste Rathaus Deutschlands nur wenige Meter entfernt aufeinander.

Der Chinesische Garten lädt zum Staunen ein, während der historische Stadtkern mit seinem alten Rathaus, der Stadt- und Kulturkirche St. Peter und Paul sowie der Runneburg ein Stück Mittelalter lebendig werden lässt. Wer durch Weißensee schlendert, wird überrascht von einer kulturhistorischen Vielfalt auf engstem Raum. Diese Vielfalt wird gefeiert – beim Mondfest im Chinesischen Garten, beim Ritterturnier auf der Runneburg oder beim Wasserfest am Gondelteich.

Harmonie zwischen Mensch und Natur

Er ist ein magischer Anziehungspunkt, der „Garten des ewigen Glücks“. Mitten in der historischen Altstadt wurde er in nur vier Monaten von chinesischen Gartenexperten aus Shanghai gemeinsam mit dem Thüringer Landschaftsarchitekten Jens-Christian Wittig erschaffen. In seiner Gesamtanlage gleicht er der Form eines Drachens und beinhaltet Bauwerke nach traditioneller chinesischer Architektur mit typisch geschwungenen Dachformen. Ob Teepavillon, Hochzeitspavillon, Tor zur Weitsicht, Pavillon der Freude oder Seepavillon: Überall bieten sich prächtige Ausblicke. Für eine Weile taucht man in eine andere Welt ein – eine Welt der Ruhe und Einkehr, der Freude und des Glücks.

Tipp: Spaziergang vom Chinesischer Garten zum Gondelteich. Vom Sumpf zum See: Der Gondelteich ist ein liebevoll gestaltetes Naherholungsgebiet, das in den 1960er Jahren auf Initiative der Bürger aus einem verwilderten Sumpfgebiet entstanden ist. Der neu entstandene See wird seither von der Sächsischen Helbe mit Wasser versorgt – einem komplexen mittelalterlichen Wasserleitungssystem, das über 19 Kilometer Wasser vom Stauwerk Westgreußen nach Weißensee transportiert.

Alte Legenden, mächtige Architektur

Die Stadtkirche St. Peter und Paul in Weißensee, am höchsten Punkt des Ortes gelegen, ist ein beeindruckendes Bauwerk, dessen Geschichte bis ins Jahr 1180 zurückreicht. Ursprünglich als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet, erhielt sie im 14. Jahrhundert einen hohen gotischen Chor. Die Kirche besitzt eine barocke Orgel, die 1737 von Johann Sebastian Bach höchstpersönlich geprüft wurde. Sehenswert ist auch der Altar, der im Zuge der Reformation eine erstaunliche Wandlung erlebte: Einst wurde die Krönung Marias dargestellt. Einfallsreiche Protestanten hobelten jedoch nicht die Krone weg, sie griffen zum Pinsel und malten Maria einen Bart, um daraus einen Jesus zu machen.

Zeugnis romanischer Baukunst und mittelalterlicher Geschichte

Die Runneburg in Weißensee, erbaut um 1170 von Landgräfin Jutta – Schwester des Kaisers Barbarossa, gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Architektur in Deutschland. Mit ihrer nahezu original erhaltenen Bausubstanz, dem beeindruckenden Palas und dem fünfstöckigen Turm ist sie ein wichtiges Symbol mittelalterlicher Baukunst. Die Burg war strategischer Mittelpunkt landgräflicher Politik. Auch die Heilige Elisabeth gehörte zu ihren prominenten Besuchern. Mittelalterliche Superstars des Minnesangs wie Walther von der Vogelweide und Heinrich Hetzbold von Weißensee konzertieren hier. Apropos Romanik: Das romanische Rathaus in Weißensee zählt zu den ältesten in ganz Deutschland. Die Substanz eines repräsentativen romanischen Steinhauses um 1200 ist heute noch zwischen den Erweiterungsbauten zu sehen.

Tipp: Elisabethtor – das begehbare Buch. Die Stadt Weißensee ehrt die Heilige mit einem einzigartigen Kunstwerk: einem Tor mit einem begehbaren Buch, das die Geschichte Elisabeths und des Magiers Klingsor erzählt. Es ist Teil des „Thüringer Sagenweges“ in Weißensee, der an elf Stationen Wunder und Geschichten aus der Region.

Tipp: Elisabethtor – das begehbare Buch. Die Stadt Weißensee ehrt die Heilige mit einem einzigartigen Kunstwerk: einem Tor mit einem begehbaren Buch, das die Geschichte Elisabeths und des Magiers Klingsor erzählt. Es ist Teil des „Thüringer Sagenweges“ in Weißensee, der an elf Stationen Wunder und Geschichten aus der Region.Chinesischer Garten Weißensee © Paul HentschelChinesischer Garten Weißensee © Paul Hentschel

DIRIGENT/MODERATOR | Russell Harris
TENOR | Aco Bišćević
SOPRAN | Nataliia Shumska

Das Sinfoniekonzert „Im Paradiesgarten der Klänge“ lädt zu einer sinnlichen Entdeckungsreise nach Asien ein – eine musikalische Exkursion, die die Fantasie beflügelt und die Seele berührt. Ausgewählte Werke machen den Exotismus asiatischer Klangwelten in unterschiedlichsten Interpretationen und Adaptionen von fernöstlichen und westlich sozialisierten Komponisten erlebbar – ein Fest der Sinne, das Asien in all seiner Magie, Anmut und Vielschichtigkeit präsentiert. Wie in einem „Chinesischen Garten“, einem Ort, an dem Geist und Natur in harmonischem Austausch stehen, enthüllt dieses Programm die facettenreichen asiatischen Klangtechniken und -farben: Pentatonik, Gongs und exotische Perkussion. Diese verschmelzen mit der sinfonischen Textur zu einem Klangteppich voller Rätsel, Mystik und Ästhetik. Diese Musik öffnet Räume für die Fantasie und weckt in uns eine tiefe, sehnsuchtsvolle Stimmung. Wie ein Traum zwischen Realität und Imagination entführen die exotischen Melodien unweigerlich in ferne Landschaften, mystische Tempel und blühende Gärten jenseits des Alltäglichen.

Tauchen Sie ein in diese Oase der Klänge, lassen Sie sich verzaubern und folgen Sie der Musik auf verschlungenen Pfaden durch fernöstliche Klanggärten voller geheimnisvoller Wesen.

GIACOMO PUCCINI | Auszüge aus den Opern „Turandot“ und „Madama Butterfly“
FRANZ LÉHAR | Auszüge aus der Operette „Das Land des Lächelns“
CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK | Auszüge aus der Oper „Le cinesi“
FREDERICK DELIUS | In a Summer Garden
ANTONÍN DVOŘÁK | Lied an den Mond aus der Oper „Rusalka“
ALEXANDER BBORODIN | „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“ – Sinfonische Dichtung

– Änderungen vorbehalten. –

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Datum

Juni 13 2026

Uhrzeit

18:00

Labels

Gastdirigent

Standort

Kulturkirche St. Peter und Paul Weißensee/Thür

Veranstalter

ThPhil GTH-EA
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