Die Thüringer Bachwochen sind das größte Musikfestival des Freistaats Thüringen und eines der bedeutendsten Barockfestivals Europas. Jedes Frühjahr lässt es die Klangwelt Johann Sebastian Bachs und seiner musikalischen Familie an authentischen Schauplätzen neu erklingen. Zwischen historischen Kirchen, Residenzen und Konzertsälen entfalten renommierte Ensembles und Solistinnen ein vielfältiges Programm, das von originalgetreuen Aufführungen über zeitgenössische Interpretationen bis hin zu Crossover-Projekten reicht. So wird das kulturelle Erbe Bachs lebendig und in die Gegenwart getragen – mitten im Land, das als Wiege der Musikerfamilie gilt.
Die Wurzeln dieser Familie liegen in Wechmar, wo der Stammvater Veit Bach um 1600 als Bäcker und Spielmann lebte und damit den Grundstein für eine der größten Musikertraditionen Europas legte. In Erfurt, einem frühen Zentrum der „Bache“, finden sich zahlreiche Spuren familiären Wirkens und Verbindungen – etwa in der Kaufmannskirche, wo Taufen und Hochzeiten dokumentiert sind. Eisenach wiederum ist untrennbar mit Johann Sebastian Bach selbst verbunden: In der Georgenkirche wurde er 1685 getauft, und das heutige Bachhaus erzählt eindrucksvoll von seiner Kindheit und den musikalischen Einflüssen seiner Jugend. Nach dem frühen Tod seiner Eltern fand der junge Bach in Ohrdruf bei seinem Bruder Johann Christoph ein neues Zuhause. Dort erhielt er den ersten systematischen Unterricht an der Orgel und entwickelte ein tiefes Verständnis für das Handwerk der Komposition.
Tipp: Ein Ausflug zum historisch eindrucksvollen Schloss Ehrenstein in Ohrdruf wird durch eine besondere Klangstation im Schlossgarten zu einem Erlebnis für Augen und Ohren. Direkt vor dem Renaissancebau lädt eine interaktive Hörstation der Reihe Bach‑Orgel die Besuchenden ein, durch Betreten eines Pedals selbst Musik von Johann Sebastian Bach zum Erklingen zu bringen – eine lebendige Verbindung zwischen Ort und Werk. Damit wird nicht nur die lange Bach-Tradition der Region spürbar, sondern auch das frühe Wirken Bachs in Ohrdruf hörbar gemacht.
In Arnstadt begann 1703 seine berufliche Laufbahn als Organist der Neuen Kirche. Hier sorgte sein virtuoses Spiel ebenso für Bewunderung wie für Diskussionen – ein früher Ausdruck seiner künstlerischen Eigenständigkeit. Unweit davon, in Dornheim, fand 1707 ein persönliches Ereignis statt: In der kleinen St.-Bartholomäus-Kirche heiratete er Maria Barbara Bach. Nur wenig später führte ihn sein Weg nach Mühlhausen. Den Höhepunkt seiner Thüringer Jahre erlebte Bach schließlich in Weimar, wo er zwischen 1708 und 1717 als Hoforganist und Konzertmeister tätig war. Hier entstanden zahlreiche Orgelwerke und Kantaten, die seine Kunst zu voller Reife führten.
So verbinden die Thüringer Bachwochen Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise. Sie machen das Land, in dem Bach lebte, lernte und wirkte, zu einer klingenden Landschaft, in der Musikgeschichte lebendig wird – ein kulturelles Fest, das Thüringen Jahr für Jahr in einen Ort des Hörens, Entdeckens und Staunens verwandelt.
Bachs Intermezzo in Mühlhausen
Als Bach 1707 im zarten Alter von 22 Jahren seinen Dienst im Mühlhausen antrat, suchte er nach neuen Herausforderungen und entfloh den zunehmend beengten Verhältnissen in Arnstadt. Seine zweite berufliche Station war zwar kurz, aber durchaus von Erfolg gekrönt – finanziell wie auch kompositorisch.
Die mittelalterliche Reichsstadt mit elf Kirchen, einer begehbaren Stadtmauer mit Wehrtürmen und schmucken Bürgerhäusern war mehr als nur eine Wirkungsstätte – es war für Bach ein Ort der neuen Möglichkeiten und Entscheidungen. Hier entstanden Werke wie die Kantate „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“, die berühmte Toccata und Fuge in d-Moll sowie die Passacaglia in C-Moll. Das bedeutendste Ereignis war allerdings die Komposition der Kantate „Gott ist mein König“.
Neue Leidenschaft für Vokalmusik
In der Divi Blasii Kirche, einer beeindruckenden dreischiffigen Basilika, übernahm Bach die Position eines Organisten, nachdem er am Ostersonntag 1707 ein meisterhaftes Orgelvorspiel darbot. Bach zeigte in Mühlhausen neben seinem musikalischen Können auch großes Verhandlungsgeschick. Wie bei seiner letzten Stelle, erhält er auch hier mehr Lohn als sein Vorgänger. Nützlich war sicherlich auch die Verwandtschaft seiner Verlobten mit dem Stadtkammerschreiber. Sein Gehalt betrug jedenfalls 85 Gulden plus drei Malter Korn, zwei Klafter Holz und sechs Bündel Reisig, „an statt des ackers, vor die thür geführet“, forderte Bach selbstbewusst. Die großzügige Bezahlung ermöglichte ihm nicht nur ein sorgenfreieres Leben, sondern auch, eine Familie zu gründen. So heiratete er im Oktober desselben Jahres seine Cousine Maria Barbara Bach in der rund 70 Kilometer entfernten Dorfkirche von Dornheim bei Arnstadt.
Die Stadträte Mühlhausens schätzten den jungen Organisten und ließen ihm damals ausreichende Freiheiten. Leider fehlte das Geld für die dringend benötigte Renovierung der stark veralteten Kirchenorgel. Bach verfasste einen detaillierten Plan für einen preiswerten Umbau, um sie zu erweitern und an die finanziellen Möglichkeiten der Stadt anzupassen. Doch die politischen und finanziellen Probleme in Mühlhausen, sowie die zerrissene Haltung zur Kirchenmusik, verhinderten die Umsetzung. Als der von ihm vorgeschlagene Orgelumbau schließlich beginnt, ist Bach schon nicht mehr in Mühlhausen. Im Juni 1708 verließ er die Stadt, um in Weimar als Hoforganist und Kammermusiker zu wirken.
Das Erbe Johann Sebastian Bachs wird in Mühlhausen bis heute lebendig gehalten. In der Divi Blasii Kirche finden regelmäßig Konzerte statt, darunter Kantatengottesdienste, Oratorien und Passionen. Ein Highlight ist außerdem das traditionelle Weihnachtssingen im Dezember, bei dem der Bachchor zusammen mit dem Evangelischen Posaunenchor Mühlhausen konzertiert.
Tipp: Ausflug zum Bach-Stammhaus in Wechmar. Einige Kilometer westlich, zu Füßen der Burgenlandschaft Drei Gleichen, stößt man auf ein weiteres Kleinod unter den Bachorten. Wechmar kann mit Fug und Recht von sich behaupten, der Bach-Stammort zu sein: Die Gemeinde gilt als die älteste Bach-Wirkungsstätte der Welt. Hier nahm alles seinen Ursprung. Hier lebte der aus Ungarn eingewanderte Veit Bach mit dessen Sohn, dem Spielmann Hans Bach – die Stammväter der berühmten Musikerfamilie.
„VERY SUITE“ – Suiten und Violinkonzerte der Bachfamilie
MUSIKALISCHE LEITUNG & SOLO-VIOLINE | Midori Seiler
SOLO-VIOLINE | Alexej Barchevitch
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.
Die Musik des Barocks erreichte in Thüringen ihren glanzvollen Höhepunkt – nirgends spiegeln sich künstlerische Vielfalt, Virtuosität und geistige Tiefe eindrucksvoller als im Werk Johann Sebastian Bachs. Aus der reichen mitteldeutschen Musiktradition hervorgegangen, vereinte Bach in seiner Kompositionskunst strenge Polyphonie, emotionale Ausdruckskraft und technische Brillanz zu einem unvergleichlichen Ganzen.
Bach entstammte einer weitverzweigten Musikerfamilie, deren Mitglieder über Generationen hinweg das Musikleben Mitteldeutschlands prägten. Seine Söhne setzten diese Tradition fort und suchten zugleich ihren eigenen Stil in einer Zeit des Wandels. Besonders Johann Gottfried Bernhard Bach wirkte 1735/36 als Organist in Mühlhausen und führte damit die familiäre Verbindung zu dieser Stadt fort. Auch Bachs Verwandter Johann Bernhard Bach, ein angesehener Komponist und Organist in Eisenach, verband französische Eleganz mit italienischer Virtuosität – Einflüsse, die auch Johann Sebastian und seine Nachkommen inspirierten.
Die Thüringen Philharmonie würdigt dieses Erbe mit dem Barockkonzert „Very Suite“, das Johann Sebastian Bach und seiner schöpferischen Familie gewidmet ist. Unter der Leitung der Barockspezialistin Midori Seiler entsteht so ein klingendes Denkmal für die schöpferische Kraft der Bachs und für die einzigartige Musikkultur Thüringens.
Das Konzert findet im Rahmen der „Thüringer Bachwochen“ statt.
JOHANN BERNHARD BACH | Orchestersuite in e-Moll für Streicher und Basso continuo
JOHANN SEBASTIAN BACH | Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043
JOHANN SEBASTIAN BACH | Konzert g-Moll für Violine, Streicher und Basso continuo BWV 1056
JOHANN SEBASTIAN BACH | Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068
Ludwig van Beethoven war kein Komponist, der sich mit dem bloßen Aneinanderreihen von Noten zufriedengab. Für ihn war Musik eine universelle Sprache – eine Sprache der Natur, der Gefühle, ja des Lebens selbst. Seine 6. Sinfonie, die berühmte „Pastorale“, ist dafür vielleicht das eindrucksvollste Beispiel: ein klingender Spaziergang durch Wiesen und Wälder, bei dem jedes Motiv und nahezu jeder Klang der Natur hörbar wird. Doch es war keineswegs Beethovens Ansinnen Natur nur „nachzumalen“ – auf das Titelblatt seiner Sinfonie schrieb er: „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei.“ Es ging ihm somit nicht um das Abbilden von Vogelrufen oder plätschernden Bächen, sondern um das Erleben – um das Gefühl, das entsteht, wenn man mitten in der Natur steht, den Wind auf der Haut spürt und den Klängen der Erde lauscht. Genau dieses Erlebnis holen wir in unser Jugendkonzert. Gemeinsam mit Moderatorin Kerstin Klaholz begeben wir uns auf eine musikalische Reise und hören ganz genau hin: Hier rauscht der Bach, dort tanzen die Dorfbewohner, ein Gewitter berstet mit dramatischer Wucht durch den Konzertsaal, bevor der Sonnenstrahl der Versöhnung alles wieder in goldenes Licht taucht.
Freut euch auf einen musikalischen Spaziergang durch Hain und Flur und entdeckt Beethovens einzigartige „Natur-Sinfonie“!
LUDWIG VAN BEETHOVEN | Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68
Das Sujet der „Natur“ bzw. „Landschaft“ wird in der Musik häufig als Spiegelbild der äußeren Welt, aber ebenso als Ausdruck innerer Empfindungen genutzt. Komponisten greifen dabei auf die von der Natur vorgegebenen Klänge, Rhythmen und Stimmungen zurück, um Bilder, Atmosphären oder spezifische Emotionen hörbar zu machen. Ludwig van Beethoven zeichnet in seiner 6. Sinfonie, der „Pastorale“, ein Landidyll in bisher nie gekannter Plastizität: Das Gluckern des Baches, der Ruf des Kuckucks oder das Donnern des Gewitters dienen nicht als Selbstzweck, sondern fügen sich in eine übergeordnete Ausdrucksebene ein, die die formale Strenge und Sinnhaftigkeit der Sinfonie garantiert. Max Bruch gelingt in seiner „Schottischen Fantasie“ für Solo-Violine durch die Verwendung schottischer Volkslieder, inspiriert von den Romanen Sir Walter Scotts, eine atmosphärische Tonmalerei voller Lokalkolorit, obwohl er Schottland nie selbst betreten hat. Eine ähnliche subtile Verbindung von Natur und Gefühl findet sich in Frederick Delius’ „On Hearing the First Cuckoo in Spring“: Hier wird der Ruf des Kuckucks zur initialen Inspiration, die ein zartes, impressionistisches Klangbild entfaltet. Delius verzichtet auf programmatische Effekte im klassischen Sinne und lässt stattdessen die Musik organisch aus Stimmungen, Farben und melodischen Andeutungen erwachsen, wodurch die Natur nicht nur beobachtet, sondern poetisch erlebt wird. Wie bei Beethoven und Bruch wird auch hier die Natur zum Medium, das über bloße Imitation hinausgeht und innere Resonanzen freilegt. So zeigt sich, dass Landschaftsmalerei in der Musik stets mehr ist als bloße Tonmalerei: Sie verbindet äußere Eindrücke mit innerer Empfindung und eröffnet einen unmittelbaren Zugang zu Stimmungen, die Worte oft nicht darlegen können.
FREDERICK DELIUS | „On Hearing the First Cuckoo in Spring“ [Vom Hören des ersten Kuckucks im Frühling] – Tondichtung aus „Two Pieces for Small Orchestra“ Th.VI/19
MAX BRUCH | „Schottische Fantasie“ für Violine und Orchester op. 46
LUDWIG VAN BEETHOVEN | Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 – „Pastorale“
Das Sujet der „Natur“ bzw. „Landschaft“ wird in der Musik häufig als Spiegelbild der äußeren Welt, aber ebenso als Ausdruck innerer Empfindungen genutzt. Komponisten greifen dabei auf die von der Natur vorgegebenen Klänge, Rhythmen und Stimmungen zurück, um Bilder, Atmosphären oder spezifische Emotionen hörbar zu machen. Ludwig van Beethoven zeichnet in seiner 6. Sinfonie, der „Pastorale“, ein Landidyll in bisher nie gekannter Plastizität: Das Gluckern des Baches, der Ruf des Kuckucks oder das Donnern des Gewitters dienen nicht als Selbstzweck, sondern fügen sich in eine übergeordnete Ausdrucksebene ein, die die formale Strenge und Sinnhaftigkeit der Sinfonie garantiert. Max Bruch gelingt in seiner „Schottischen Fantasie“ für Solo-Violine durch die Verwendung schottischer Volkslieder, inspiriert von den Romanen Sir Walter Scotts, eine atmosphärische Tonmalerei voller Lokalkolorit, obwohl er Schottland nie selbst betreten hat. Eine ähnliche subtile Verbindung von Natur und Gefühl findet sich in Frederick Delius’ „On Hearing the First Cuckoo in Spring“: Hier wird der Ruf des Kuckucks zur initialen Inspiration, die ein zartes, impressionistisches Klangbild entfaltet. Delius verzichtet auf programmatische Effekte im klassischen Sinne und lässt stattdessen die Musik organisch aus Stimmungen, Farben und melodischen Andeutungen erwachsen, wodurch die Natur nicht nur beobachtet, sondern poetisch erlebt wird. Wie bei Beethoven und Bruch wird auch hier die Natur zum Medium, das über bloße Imitation hinausgeht und innere Resonanzen freilegt. So zeigt sich, dass Landschaftsmalerei in der Musik stets mehr ist als bloße Tonmalerei: Sie verbindet äußere Eindrücke mit innerer Empfindung und eröffnet einen unmittelbaren Zugang zu Stimmungen, die Worte oft nicht darlegen können.
FREDERICK DELIUS | „On Hearing the First Cuckoo in Spring“ [Vom Hören des ersten Kuckucks im Frühling] – Tondichtung aus „Two Pieces for Small Orchestra“ Th.VI/19
MAX BRUCH | „Schottische Fantasie“ für Violine und Orchester op. 46
LUDWIG VAN BEETHOVEN | Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 – „Pastorale“
Oper von Christoph Gluck in Orchesterbearbeitung von Richard Wagner
MUSIKALISCHE LEITUNG | Michael Hofstetter
AGAMEMNON | Bo Skovhus
KLYTAIMNESTRA | Vero Miller
IPHIGENIE | Francesca Lombardi Mazzulli
ACHILLEUS | Aco Bišćević
KALCHAS | Theo Magongoma
PALLAS ATHENE | Soula Parassidis
EINSTUDIERUNG CHOR | Christoph Dittmar
Cantus Thuringia
ThüringenPhilharmonie Gotha-Eisenach
Wie kein anderer Komponist des 18. Jahrhunderts hat Christoph Gluck die geistige Welt der Romantik und damit auch die großen mythologischen Erzählungen Richard Wagners vorbereitet. Die Verbindung zwischen Gluck und Wagner ist in der Opernwelt einzigartig: Wagner verehrte Gluck und erwies ihm mit seiner Neuorchestrierung und deutschen Übersetzung der „Iphigenie in Aulis“ seine Reverenz. Diese Bearbeitung schlägt eine musikalische Brücke zwischen der Opernästhetik des 18. und der 19. Jahrhunderts und zeigt Gluck als entscheidenden Wegbereiter für Wagners romantisches Musikdrama.
Das Konzert findet im Rahmen der Gluck-Festspiele statt.
Ein Familienkonzert für Erzähler, Bläseroktett und Schlagzeug
MUSIK | George Bruns, R.B. Sherman & R.M. Sherman
ARRANGEMENTS | Stefan Goerge
ERZÄHLER/TEXTFASSUNG | Patrick Rohbeck
Wer kennt sie nicht, die märchenhafte Geschichte vom Findelkind Mogli, das von wilden Wölfen im indischen Urwald aufgezogen wird? Sie stammt aus dem berühmten „Dschungelbuch“, einer Sammlung von Erzählungen und Gedichten des britischen Autors Rudyard Kipling. Weltbekannt wurden der mutige Mogli, der stets gut gelaunte Bär Balu, der kluge Panther Baghira und der böse Tiger Shir Khan 1967 durch Walt Disneys fantastisches Zeichentrickabenteuer. Disneys „Dschungelbuch“ zählt zu den erfolgreichsten Kinofilmen aller Zeiten, nicht zuletzt durch die Fülle von längst zu Evergreens gewordenen Melodien. Und diese kann man nun, in völlig neuem Gewand, im Konzert erleben. Denn Autor Patrick Rohbeck und Arrangeur Stefan Goerge haben das „Dschungelbuch“ für die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach neu bearbeitet und eingerichtet. Folgt uns in den geheimnisvollen Urwald und erlebt eine mitreißende Geschichte über eine Freundschaft, die Grenzen überwindet. S(w)ingt mit dem verrückten Orang-Utan King Louie, lacht über die urkomische Elefantenparade und lasst euch hypnotisieren von der hinterlistigen Schlange Kaa. Natürlich darf auch der oscarprämierte Song „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ nicht fehlen. Dieser und all die anderen bärenstarken Hits machen das „Dschungelbuch“ zu einem einmaligen musikalischen Spaß für die ganze Familie.
Es spielt das OktoPLUS-Ensemble der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.
Ein Familienkonzert für Erzähler, Bläseroktett und Schlagzeug
MUSIK | George Bruns, R.B. Sherman & R.M. Sherman
ARRANGEMENTS | Stefan Goerge
ERZÄHLER/TEXTFASSUNG | Patrick Rohbeck
Wer kennt sie nicht, die märchenhafte Geschichte vom Findelkind Mogli, das von wilden Wölfen im indischen Urwald aufgezogen wird? Sie stammt aus dem berühmten „Dschungelbuch“, einer Sammlung von Erzählungen und Gedichten des britischen Autors Rudyard Kipling. Weltbekannt wurden der mutige Mogli, der stets gut gelaunte Bär Balu, der kluge Panther Baghira und der böse Tiger Shir Khan 1967 durch Walt Disneys fantastisches Zeichentrickabenteuer. Disneys „Dschungelbuch“ zählt zu den erfolgreichsten Kinofilmen aller Zeiten, nicht zuletzt durch die Fülle von längst zu Evergreens gewordenen Melodien. Und diese kann man nun, in völlig neuem Gewand, im Konzert erleben. Denn Autor Patrick Rohbeck und Arrangeur Stefan Goerge haben das „Dschungelbuch“ für die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach neu bearbeitet und eingerichtet. Folgt uns in den geheimnisvollen Urwald und erlebt eine mitreißende Geschichte über eine Freundschaft, die Grenzen überwindet. S(w)ingt mit dem verrückten Orang-Utan King Louie, lacht über die urkomische Elefantenparade und lasst euch hypnotisieren von der hinterlistigen Schlange Kaa. Natürlich darf auch der oscarprämierte Song „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ nicht fehlen. Dieser und all die anderen bärenstarken Hits machen das „Dschungelbuch“ zu einem einmaligen musikalischen Spaß für die ganze Familie.
Es spielt das OktoPLUS-Ensemble der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.
MUSIKALISCHE LEITUNG | Michael Hofstetter
CHOR | Cantus Thuringia
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
ORPHEUS | Valer Sabadus
EURYDIKE | Julia Kirchner
AMOR | Anna Sayn
„Orpheus! Ist’s Täuschung, ist’s Wahrheit?“ – Christoph Willibald Glucks Oper setzt unmittelbar mit Orpheus‘ herzzerreißender Klage über seine verstorbene Ehefrau Eurydike ein. Der Gott Amor ermöglicht ihm jedoch, seine geliebte Eurydike aus der Unterwelt zu befreien. Auf dem Weg aus dem Hades heraus weigert er sich aber gemäß der Weisung der Götter, Eurydike anzusehen – das lässt sie an seiner Liebe zweifeln. Als sich Orpheus schließlich dennoch zu ihr umdreht, stürzt Eurydike zurück in die Unterwelt. Mit seiner fatalen Entscheidung und Tat tritt Orpheus eine Lawine an Emotionen los und zeigt, dass die Kunst, die Musik, der Gesang im Namen der Liebe die Schrecken des Todes zu bezwingen vermögen. Immer wieder markierten die verschiedenen Vertonungen des Orpheus-Mythos Neuerungen auf den Opernbühnen. So stellte Gluck sein Meisterwerk ganz in den Dienst der von ihm propagierten Reform- Oper, also weg von verkünsteltem Virtuosen-Handwerk der Opera seria hin zu einer fokussierten, dramatischen Erzählung mit ausdrucksvoll-emotionaler Musik. Glucks Vertonung der Geschichte von Orpheus ist von einer bis dahin nicht gekannten dramatischen Wahrhaftigkeit und lässt das Publikum tiefen Anteil an den Gefühlswelten der Liebenden nehmen. In der Hauptpartie des Orpheus ist der international gefeierte Star-Countertenor Valer Sabadus zu erleben, der in der Spielzeit 2023/24 Artist in Residence bei der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach war. Er zählt zu den bedeutendsten Rollenvertretern seines Fachs und wird auch dieser Aufführungsserie gesangliche Maßstäbe setzen. Das Barockorchester der Thüringen Philharmonie spielt unter der musikalischen Leitung von Barock-Spezialist Michael Hofstetter, dem Intendanten der Internationalen Gluck-Festspiele Nürnberg.
Oper in drei Akten
Konzertante Aufführung | Fassung von Hector Berlioz in der Bearbeitung von Alfred Dörffel
MUSIK | Christoph Willibald Gluck
LIBRETTO | nach dem Französischen von Pierre Louis Moline in der Übersetzung von Alfred Dörffel
Das Konzert findet im Rahmen der Gluck-Festspiele statt.