September 2026
AUS DEM SCHATTEN INS LICHT – Ekhof-Festival – Barock ImPuls

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Ekhoftheater Gotha
- Schloss Friedenstein, Schlosspl. 1, 99867 Gotha
-
Webseite
http://www.ekhof-festival.de
Weitere Informationen
„TONMALEREI “ AUS DER ZEIT DER ALTEN MEISTER
MUSIKALISCHE LEITUNG | Alexej Barchevitch
COUNTERTENOR | Nils Wanderer – Artist in Residence 2026
LAUTE/THEORBE | Johannes Ötzbrugger
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.
Das Konzert „Aus dem Schatten ins Licht“ knüpft an eine ästhetische Grundhaltung des 17. Jahrhunderts an, in der sowohl Malerei als auch Musik stark von Kontrasten geprägt waren. Die Verbindung zur Epoche Rembrandts ergibt sich nicht nur aus der zeitlichen Nähe der ausgewählten Komponisten, sondern auch aus einer gemeinsamen künstlerischen Idee: der bewussten Gestaltung von Hell-Dunkel-Effekten.
Rembrandt van Rijns Maltechnik des „Chiaroscuro“ – die modellierende Gegenüberstellung von Licht und Schatten – verleiht seinen Bildern eine außergewöhnliche räumliche und psychologische Tiefe. In der Musik derselben Epoche findet sich ein analoges Ausdrucksprinzip: Komponisten wie Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, John Dowland oder Heinrich Ignaz Franz Biber arbeiteten mit starken harmonischen, dynamischen und satztechnischen Kontrasten, um Texte und Affekte präzise darzustellen. Diese barocke „Tonmalerei“ diente nicht nur der Beschreibung konkreter Inhalte, sondern vor allem der Verdeutlichung emotionaler Spannungen.
Im Zentrum des Konzerts steht der Countertenor Nils Wanderer, dessen Stimmfarbe und interpretatorischer Ansatz auf besondere Weise an das barocke Prinzip des Chiaroscuro anknüpfen. Wie Rembrandt Licht und Schatten für plastische Wirkung nutzte, gestaltet Wanderer musikalische Kontraste nicht als bloße Effekte, sondern als Ausdrucksträger: klare Linien im Leuchten der Höhe, eine dunklere, fast erdige Klangnuance in den tieferen Registern und sorgfältig herausmodellierte Phrasenübergänge. Durch Wanderers einzigartige Stimme, seine präzise Textbehandlung und seine interpretatorische Hingabe entstehen Klangräume, die das tonmalerische Konzept von Licht und Schatten in allen Facetten hör- und erfahrbar machen.
Mit Arien und Instrumentalwerken von Claudio Monteverdi, John Dowland, Francesco Cavalli, Henry Purcell, Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Heinrich Ignaz Franz Biber, Giuseppe Tartini, Arcangelo Corelli und Wolfgang Carl Briegel
Die Aufführung in Gotha findet im Rahmen des „Ekhof-Festivals 2026“ statt.
– Änderungen vorbehalten. –
CHANSON D’AMOUR – Nikolaikirche Eisenach

Standort
- Nikolaikirche Eisenach
EISENACH | Revolution und Inspiration – Luther und Bach.
Errungenschaften von globaler Bedeutung gingen von Thüringen hinaus in die Welt: Martin Luther übersetzte 1521/1522 das Neue Testament auf der Wartburg aus dem griechischen Grundtext ins Deutsche, was einen entscheidenden Beitrag zur Sprache und Reformation leistete. Er wollte, dass jeder die Bibel auf Deutsch lesen und verstehen kann. Luther schrieb zudem zahlreiche Kirchenlieder in deutscher Sprache, um Gottesdienste für die Gemeinde verständlich und erbaulich zu gestalten. Offensichtlich wusste er auch um die heilsame Wirkung der Musik: „Musica ist das beste Labsal eines betrübten Menschen, dadurch das Herze wieder zufrieden, erquickt und erfrischt wird.“ Die Wirkungsstätten des einstigen Visionärs und Revolutionärs sind spannende Zeugnisse jener Zeit: Ob Wandern auf dem Lutherweg, Museumsbesuche an seinen Lebensstationen oder spezielle Führungen – es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich dem berühmten Reformator zu nähern.
Schon gewusst? Mehr als 300 Begriffe und Sprichwörter aus Luthers Übersetzung sind bis heute sind im täglichen Sprachgebrauch präsent, darunter umgangssprachliche Redewendungen wie „der Stein des Anstoßes sein“, „Perlen vor die Säue werfen“, „sein Licht unter den Scheffel stellen“, „Hochmut kommt vor dem Fall“ oder auch „Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis und tanzt“.
Doch die Wartburg war nicht nur reformatorischer Schauplatz: Hier soll es den legendären Sängerkrieg gegeben haben, der Richard Wagner zu seiner Oper „Tannhäuser“ inspirierte. Vom Burgberg hinab in die Stadt Eisenach, in der der weltberühmte Komponist Johann Sebastian Bach 1685 das Licht der Welt erblickte. Hier verbrachte er seine ersten zehn Lebensjahre und erhielt Musikunterricht, sang im Schulchor, besuchte die Lateinschule und lernte Geige spielen. Mit über 1.000 Kompositionen, darunter berühmte Werke wie die Matthäus-Passion, das Weihnachtsoratorium, die Brandenburgischen Konzerte und die Goldberg-Variationen, die er in seinem Leben schuf, repräsentiert Bach die Spitze des Barockstils und gilt bis heute als unübertroffenes Genie der Musikgeschichte.
Tipp: Lutherhaus und Bachhaus. Die multimediale Dauerausstellung „Luther und die Bibel“ im Lutherhaus, eines der ältesten Fachwerkhäuser Thüringens und ehemaliger Wohnort Martin Luthers, bietet Einblicke in das Leben des Reformators, seine Bibelübersetzung und beherbergt historische Schätze wie mittelalterliche Kunstwerke. Das Bachhaus zeigt die weltweit größte Ausstellung über den Komponisten J. S. Bach, inklusive „begehbarem Musikstück“ – einer 180-Grad-Projektion, die Besucher in vier unterschiedliche Bach-Aufführungen hineinversetzt. Auf 600 m² zeigt das Museum über 300 Originalexponate, darunter historische Instrumente.
Gleich hinter der Wartburgallee öffnet sich der Kartausgarten, ein rund 3,8 Hektar großer Landschaftspark und damit der älteste botanische Garten Eisenachs. Dort befindet sich die prächtige Wandelhalle, die 1906 als Teil des einstigen Kurbetriebs eingeweiht wurde. Das salzhaltige Heilwasser stammte aus der Karolinenquelle, doch der Kurort war nur von kurzer Dauer – bereits 1938 endete der Betrieb.
Nach aufwendiger Sanierung dient die Wandelhalle heute als stimmungsvolle Kulisse für Konzerte, Ausstellungen und Sommerfeste. Im angrenzenden Park wachsen exotische und seltene Gehölze, die den historischen Garten mit lebendiger Natur erfüllen.
Im Zentrum des Gartens steht das klassizistische Gärtnerhaus mit dem romantischen Teezimmer, dessen Wände mit aufwendig restaurierten französischen Bildtapeten geschmückt sind. Die Motive erzählen die antike Liebesgeschichte von „Amor und Psyche“ – ein zauberhafter Raum, der Besucher auf eine kleine Zeitreise entführt.
Nicht weit davon erhebt sich die Reuter-Villa, ein neorenaissance Bau, in dem seit 1897 das Reuter-Wagner-Museum untergebracht ist. Der Dichter Fritz Reuter lebte hier bis zu seinem Tod, und sein literarisches Andenken verschmilzt mit dem musikalischen Erbe von Richard Wagner: In Eisenach bewahrt man die weltweit zweitgrößte Wagner-Sammlung nach Bayreuth.
Über 20.000 Objekte dokumentieren Wagners Leben und Werk: Autographen, originale Briefe, Partituren (darunter die handgeschriebene „Rienzi“-Partitur), seine Totenmaske, ein Klavier, auf dem er gespielt hat – sogar zahlreiche Kuriosa wie Pfeifen, Liköre oder Bürsten gehören dazu.
Ein besonders kostbarer Schatz ist die Bibliothek mit rund 5.500 Bänden: alte Drucke, Musikhandschriften, Zeitungsarchive – ein echtes Archiv der Wagner-Rezeption des 19. und 20. Jahrhunderts.
Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich das Stadtschloss am Markt, heute Sitz des Thüringer Museums. Im barocken Ambiente des Schlosses verbinden sich Kunst, Kultur und Stadtgeschichte: Ausstellungen zeigen Thüringer Porzellan, historische Möbel, Gegenstände des Alltags und das kunstvolle Schmiedeeisenhandwerk.
Ein besonders spektakuläres Objekt: ein wiederentdeckter Karton, eine monumentale Vorzeichnung für das Sgraffito von Wagners Haus „Wahnfried“ in Bayreuth. Das Werk zeigt Wotan und Siegfried aus dem Ring-Zyklus und wurde nach Restaurierung im Stadtschloss präsentiert.
Hier wird Eisenachs kulturelles Erbe nicht nur lebendig – es knüpft eine Brücke von der Reformation über barocke Musik bis zu deutsch-romantischer Dichtung und Komposition.


Chanson d’Amour – Nikolaikirche Eisenach
TENOR/KLAVIER | Aco Bišćević
TANZ/EINRICHTUNG | Alberto Pagani
Mit Musikerinnen und Musikern der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
Als Topos ist die Liebe in der Musikgeschichte Ideal und Widerspruch zugleich: Sie ist Objekt einer ästhetischen Formung, aber immer schon von den Bedingungen gesellschaftlicher Existenz durchzogen. Das Kammerkonzert „Chanson d’amour – Eine musikalische Liebeserklärung“ spannt diesen Begriff historisch auf – von den ornamentalen Figurationen Jean-Philippe Rameaus bis zu den expressiven Chansons Edith Piafs – und lässt hören, wie sich das Bild der Liebe im Spiegel der musikalischen Praxis verändert. Im Barock erscheint die Liebe als harmonische Fiktion, eine Kunst, die das Gefühl in die Strukturen höfischer Konvention einbettet. Jede Verzierungsfigur, jede Affektwendung markiert die Grenze zwischen dem Privaten und dem Repräsentierten, zwischen individueller Sehnsucht und gesellschaftlicher Ordnung. Später, in der romantischen Arien- und Liedtradition, beginnt die Liebe zu sprechen – das „Ich“ tritt besonders hervor. Die Chansons des 20. Jahrhunderts schließlich bringen die Liebe als existentielle Erfahrung auf die Bühne: roh, unmittelbar und leidenschaftlich.
Das Konzertprogramm umfasst ausgewählte Werke aus sämtlichen Epochen der Musikgeschichte, um diese historisch wechselnden Nuancen sinnlich erfahrbar zu machen. Tenor Aco Bišćević und Tänzer Alberto Pagani verbinden diese musikalischen Stile und präsentieren die Liebe dabei nicht nur als bloßes Motiv, sondern imaginieren auch substanziell idyllische Naturbilder sowie intime und pastorale Szenen.
Mit Werken von Jean-Philippe Rameau, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel, Hildegard Knef und Edith Piaf
– Änderungen vorbehalten. –
CHANSON D’AMOUR – Ekhof-Festival

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Ekhoftheater Gotha
- Schloss Friedenstein, Schlosspl. 1, 99867 Gotha
-
Webseite
http://www.ekhof-festival.de
Kategorie
Weitere Informationen
TENOR/KLAVIER | Aco Bišćević
TANZ/EINRICHTUNG | Alberto Pagani
Mit Musikerinnen und Musikern der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
Als Topos ist die Liebe in der Musikgeschichte Ideal und Widerspruch zugleich: Sie ist Objekt einer ästhetischen Formung, aber immer schon von den Bedingungen gesellschaftlicher Existenz durchzogen. Das Kammerkonzert „Chanson d’amour – Eine musikalische Liebeserklärung“ spannt diesen Begriff historisch auf – von den ornamentalen Figurationen Jean-Philippe Rameaus bis zu den expressiven Chansons Edith Piafs – und lässt hören, wie sich das Bild der Liebe im Spiegel der musikalischen Praxis verändert. Im Barock erscheint die Liebe als harmonische Fiktion, eine Kunst, die das Gefühl in die Strukturen höfischer Konvention einbettet. Jede Verzierungsfigur, jede Affektwendung markiert die Grenze zwischen dem Privaten und dem Repräsentierten, zwischen individueller Sehnsucht und gesellschaftlicher Ordnung. Später, in der romantischen Arien- und Liedtradition, beginnt die Liebe zu sprechen – das „Ich“ tritt besonders hervor. Die Chansons des 20. Jahrhunderts schließlich bringen die Liebe als existentielle Erfahrung auf die Bühne: roh, unmittelbar und leidenschaftlich.
Das Konzertprogramm umfasst ausgewählte Werke aus sämtlichen Epochen der Musikgeschichte, um diese historisch wechselnden Nuancen sinnlich erfahrbar zu machen. Tenor Aco Bišćević und Tänzer Alberto Pagani verbinden diese musikalischen Stile und präsentieren die Liebe dabei nicht nur als bloßes Motiv, sondern imaginieren auch substanziell idyllische Naturbilder sowie intime und pastorale Szenen.
Mit Werken von Jean-Philippe Rameau, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel, Hildegard Knef und Edith Piaf
Die Aufführung in Gotha findet im Rahmen des „Ekhof-Festivals 2026“ statt.
– Änderungen vorbehalten. –
LIEBESLEID – mit Nils Wanderer – Artist in Residence 2026

Standort
- Palas auf der Wartburg
- Auf der Wartburg 1 99817 Eisenach
-
Webseite
https://www.wartburg.de/gebaeude/palas-der-wartburg
Die Wartburg
Die Wartburg, eine der bedeutendsten Festungen Thüringens, thront über Eisenach und gewährt Einblicke in deutsche Geschichte und Kultur. Gegründet um 1067 von Ludwig dem Springer, diente sie als Residenz der Landgrafen von Thüringen und ist sowohl architektonisches Meisterwerk als auch Symbol historischer Ereignisse. Der Legende nach soll Ludwig die Burg mit den Worten „Wart! Berg, du sollst mir eine Burg werden!“ verkündet haben.
Eine berühmte Episode ist Martin Luthers Aufenthalt 1521, währenddessen er das Neue Testament ins Deutsche übersetzte – ein entscheidender Beitrag zur Reformation. Die Burg beeindruckt durch gut erhaltene romanische und gotische Bauwerke, darunter der Palas, die Kapelle und der Bergfried mit weitem Ausblick über die Umgebung.
Die Wartburg ist zudem kulturelles Zentrum: Konzerte, Ausstellungen und das jährliche Lutherfest ziehen Besucher aus aller Welt an. Wanderwege durch den Thüringer Wald und Führungen durch die Burg ermöglichen zugleich Naturerlebnis und historischen Einblick.
Heute gehört die Wartburg zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein lebendiges Denkmal deutscher Geschichte. Die Außenanlage kann kostenlos besichtigt werden; Innenräume sind Führungen oder Veranstaltungen vorbehalten.


Liebesleid – Arien und Lamentationen von Monteverdi bis Pärt
mit Nils Wanderer – Artist in Residence 2026
– Änderungen vorbehalten. –
THÜRINGEN PHILHARMONIE TRIFFT… MAYBEBOP – Stimmen des Volkes – Lasst uns gemeinsam singen

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Kulturhaus Gotha
- Ekhofplatz 3
-
Webseite
https://www.kulturhaus-gotha.de
Kategorie
Weitere Informationen
DIRIGENT | Markus Huber
SOLISTEN | Band MAYBEBOP
„Vier Mikrofone. Vier Sänger. Sonst nichts.“ – Das ist der Slogan der A-cappella-Band MAYBEBOP. Doch weit gefehlt: In diesem Sinfoniekonzert trifft MAYBEBOP auf die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach! So beginnt eine musikalische Reise, die die Grenzen des Gewohnten sprengt. Die Stimmen von MAYBEBOP – präzise, pointiert, virtuos – treten in einen faszinierenden Dialog mit den sinfonischen Klängen der Thüringen Philharmonie. Humor, Satire und tiefgründige Reflexion verschmelzen mit der ausdrucksstarken Kraft des Orchesters und eröffnen dadurch völlig neue Klangräume. Die Thüringen Philharmonie begleitet, kontrastiert und erweitert, während die Sänger von MAYBEBOP mit Intuition und Präzision die Melodien formen, Emotionen transportieren und mit überraschenden Arrangements sowie Improvisationen das Publikum in Staunen versetzen. Neue Songs treffen auf gefeierte Klassiker, Spontaneität auf orchestrale Struktur und Interaktion auf harmonische Ausgewogenheit.
Die Bühne wird zu einem lebendigen Raum, in dem sich musikalische Experimente, Pointen und orchestrale Höhepunkte gegenseitig beflügeln. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht – getreu dem Motto: „Stimmen des Volkes – lasst uns gemeinsam singen!“ Gemeinsam entsteht ein einzigartiges Konzerterlebnis, das klassische und moderne Musik zu einem mitreißenden Ganzen vereint. MAYBEBOP ist intellektuell agil und politisch unmissverständlich. Die Band steht für Toleranz und Offenheit; ihre Texte sind eine klare Absage an jegliche Form des Populismus. Ihr erklärtes Anliegen ist es, das Soziale und Gute nicht nur zu besingen, sondern aktiv zu befeuern. Dabei ist ihr Idealismus angenehm bodenständig und fest in der Realität verankert – eine Haltung, die im Zusammenspiel mit der orchestralen Vielfalt der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach besonders kraftvoll zum Ausdruck kommt.
Diese Konzerte finden im Rahmen der „Achava Festspiele Thüringen“ statt.

– Änderungen vorbehalten. –
THÜRINGEN PHILHARMONIE TRIFFT… MAYBEBOP – Stimmen des Volkes – Lasst uns gemeinsam singen

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Landestheater Eisenach
- Theaterpl. 4-7, 99817 Eisenach
-
Webseite
https://www.landestheater-eisenach.de/start/index.html
Weitere Informationen
DIRIGENT | Markus Huber
SOLISTEN | Band MAYBEBOP
„Vier Mikrofone. Vier Sänger. Sonst nichts.“ – Das ist der Slogan der A-cappella-Band MAYBEBOP. Doch weit gefehlt: In diesem Sinfoniekonzert trifft MAYBEBOP auf die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach! So beginnt eine musikalische Reise, die die Grenzen des Gewohnten sprengt. Die Stimmen von MAYBEBOP – präzise, pointiert, virtuos – treten in einen faszinierenden Dialog mit den sinfonischen Klängen der Thüringen Philharmonie. Humor, Satire und tiefgründige Reflexion verschmelzen mit der ausdrucksstarken Kraft des Orchesters und eröffnen dadurch völlig neue Klangräume. Die Thüringen Philharmonie begleitet, kontrastiert und erweitert, während die Sänger von MAYBEBOP mit Intuition und Präzision die Melodien formen, Emotionen transportieren und mit überraschenden Arrangements sowie Improvisationen das Publikum in Staunen versetzen. Neue Songs treffen auf gefeierte Klassiker, Spontaneität auf orchestrale Struktur und Interaktion auf harmonische Ausgewogenheit.
Die Bühne wird zu einem lebendigen Raum, in dem sich musikalische Experimente, Pointen und orchestrale Höhepunkte gegenseitig beflügeln. Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht – getreu dem Motto: „Stimmen des Volkes – lasst uns gemeinsam singen!“ Gemeinsam entsteht ein einzigartiges Konzerterlebnis, das klassische und moderne Musik zu einem mitreißenden Ganzen vereint. MAYBEBOP ist intellektuell agil und politisch unmissverständlich. Die Band steht für Toleranz und Offenheit; ihre Texte sind eine klare Absage an jegliche Form des Populismus. Ihr erklärtes Anliegen ist es, das Soziale und Gute nicht nur zu besingen, sondern aktiv zu befeuern. Dabei ist ihr Idealismus angenehm bodenständig und fest in der Realität verankert – eine Haltung, die im Zusammenspiel mit der orchestralen Vielfalt der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach besonders kraftvoll zum Ausdruck kommt.
Diese Konzerte finden im Rahmen der „Achava Festspiele Thüringen“ statt.

– Änderungen vorbehalten. –
ROMEO UND JULIE – Ekhof-Festival – Barock ImPuls

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Ekhoftheater Gotha
- Schloss Friedenstein, Schlosspl. 1, 99867 Gotha
-
Webseite
http://www.ekhof-festival.de
Weitere Informationen
250 JAHRE URAUFFÜHRUNG
MUSIKALISCHE LEITUNG | Michael Hofstetter
DRAMATURGISCHE BEGLEITUNG | Bettina Bartz
ROMEO | Aco Bišćević
JULIE | Vanessa Waldhart
SPRECHER | Thomas Thieme
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.
„Lieb und Hoffnung! […] Romeo, ich halte dich. Du hältst mich. Jetzt sind wir glücklich! Lass uns so sterben!“ – Georg Anton Benda, der anno 1750 Hofkapellmeister der Gothaer Hofkapelle wurde, war besonders für seine Melodramen bekannt, die stark vom Rousseau‘schen Geist der Aufklärung geprägt waren. Zu diesen gehört auch „Romeo und Julie“, die allererste musikalische Umsetzung von Shakespeares Drama überhaupt. Das melodramatische Singspiel wurde am 25. September 1776 in Gotha, im heutigen „Ekhof-Theater“, uraufgeführt. Obwohl der Leipziger Verlag das Werk auf dem Titelblatt als „Oper“ bezeichnete, entwickelte sich das sogenannte „Drama mit Gesang“ bis ins 19. Jahrhundert hinein zu einem der populärsten Stücke seiner Art. Die auffällig virtuosen Solopartien trugen sicherlich zu diesem Erfolg bei. Selbst Wolfgang Amadeus Mozart soll von „Romeo und Julie“ beeindruckt gewesen sein. Anders als in Shakespeares Tragödie endet das Werk mit einem „Happy End“. Dies bedeutete ein Wagnis für Benda, doch der Librettist Friedrich Wilhelm Gotter erkannte die Möglichkeiten des gattungsspezifischen Fortschritts. Mit „Romeo und Julie“ gelang Benda eine besonders feinsinnige musikalische Umsetzung der ansonsten tragischen Liebesgeschichte. Das Werk zeichnet sich durch gefühlvolle Melodik, lebendige Charakterisierung und die Betonung der inneren Konflikte der Figuren aus. Dabei nutzte Benda die Möglichkeiten der Instrumentation, um Stimmungen wie Liebe, Verzweiflung und Spannung zu verstärken, und legte großen Wert auf die musikalische Darstellung psychologischer Nuancen.
Auszüge aus dem Singspiel in drei Akten
– Konzertante Aufführung –
MUSIK | Georg Anton Benda
LIBRETTO nach William Shakespeare von Friedrich Wilhelm Gotter
Diese Aufführung findet statt im Rahmen von: Güldener Herbst – Festival Alter Musik Thüringen

– Änderungen vorbehalten. –
Oktober 2026
WANDERER ZWISCHEN DEN WELTEN | Festkonzert der Thüringen Philharmonie – Das Beste aus 375 Jahren

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Stadthalle Gotha
- Schützenpl. 1, 99867 Gotha
-
Webseite
https://www.stadthalle-gotha.de
Weitere Informationen
DIRIGENT | Markus Huber
COUNTERTENOR/BARITON | Nils Wanderer
Es spielen die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach sowie das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach (Musikalische Leitung: Alexej Barchevitch).
Seit 1651 existiert in Thüringen ein Orchester, das in verschiedensten Formationen zahlreiche Epochen überdauert und sich trotz zahlreicher Fusionen immer wieder neu erfunden hat: die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Was einst als höfisches Ensemble begann, ist heute ein lebendiger Klangkörper, dessen Geschichte von Tradition, Wandel, Entdeckung und künstlerischem Aufbruch geprägt ist und aus der Kulturszene Thüringens nicht mehr wegzudenken ist.
Mit dem Festkonzert „Wanderer zwischen den Welten“ öffnet die Thüringen Philharmonie die Türen zu einer musikalischen Zeitreise: Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Innovation treten in einen inspirierenden Dialog. Meisterwerke des Barocks und der Klassik, Landschaften der Romantik und die vielfältigen Klangfarben der Moderne lassen die Entwicklung der Musikgeschichte lebendig werden. Getreu dem Motto „Von Barock bis Broadway“ erzählt das Konzert von prägenden Epochen der Philharmonie und weist zugleich in neue musikalische Welten, die auch in Zukunft die Programmatik des Orchesters gestalten und formen werden.
So ist das Festkonzert weit mehr als „nur“ eine Retrospektive: Es ist ein Moment des Entdeckens und Erinnerns, eine Begegnung mit jenen Komponisten, die das Orchester geformt haben, und mit unserem Publikum, das diese lebendige Tradition mitträgt. Musik wird hier gewissermaßen zum „Reiseführer“ zwischen den Jahrhunderten, Epochen und Welten.
In der Verbindung von Geschichte und Gegenwart, von Bewährtem und Unbekanntem, zeigt sich das Wesen der heutigen Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach: ein Orchester, das nicht in der Vergangenheit verweilt, sondern aufbricht, beständig nach vorne strebt und dadurch neue Welten erkundet.
Unser Überraschungskonzert hält Werke bereit, deren Auswahl wir noch geheim halten – um der Magie des unerwarteten Augenblicks gerecht zu werden. Auf dieser musikalischen Zeitreise begleitet uns unser Artist in Residence, Nils Wanderer. Ganz wie sein Name verspricht, fungiert er als wahrer „Wanderer zwischen den Welten“ und wird zwischen Epochen und Stilen vermitteln.
Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Georg Anton Benda, Ludwig Böhner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Johann Strauß (Sohn), Gustav Mahler, Benjamin Britten, Andrew Lloyd Webber u.v.m.
– Änderungen vorbehalten. –
WANDERER ZWISCHEN DEN WELTEN | Festkonzert der Thüringen Philharmonie – Das Beste aus 375 Jahren

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Landestheater Eisenach
- Theaterpl. 4-7, 99817 Eisenach
-
Webseite
https://www.landestheater-eisenach.de/start/index.html
Weitere Informationen
DIRIGENT | Markus Huber
COUNTERTENOR/BARITON | Nils Wanderer
Es spielen die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach sowie das Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach (Musikalische Leitung: Alexej Barchevitch).
Seit 1651 existiert in Thüringen ein Orchester, das in verschiedensten Formationen zahlreiche Epochen überdauert und sich trotz zahlreicher Fusionen immer wieder neu erfunden hat: die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach. Was einst als höfisches Ensemble begann, ist heute ein lebendiger Klangkörper, dessen Geschichte von Tradition, Wandel, Entdeckung und künstlerischem Aufbruch geprägt ist und aus der Kulturszene Thüringens nicht mehr wegzudenken ist.
Mit dem Festkonzert „Wanderer zwischen den Welten“ öffnet die Thüringen Philharmonie die Türen zu einer musikalischen Zeitreise: Vergangenheit und Gegenwart, Tradition und Innovation treten in einen inspirierenden Dialog. Meisterwerke des Barocks und der Klassik, Landschaften der Romantik und die vielfältigen Klangfarben der Moderne lassen die Entwicklung der Musikgeschichte lebendig werden. Getreu dem Motto „Von Barock bis Broadway“ erzählt das Konzert von prägenden Epochen der Philharmonie und weist zugleich in neue musikalische Welten, die auch in Zukunft die Programmatik des Orchesters gestalten und formen werden.
So ist das Festkonzert weit mehr als „nur“ eine Retrospektive: Es ist ein Moment des Entdeckens und Erinnerns, eine Begegnung mit jenen Komponisten, die das Orchester geformt haben, und mit unserem Publikum, das diese lebendige Tradition mitträgt. Musik wird hier gewissermaßen zum „Reiseführer“ zwischen den Jahrhunderten, Epochen und Welten.
In der Verbindung von Geschichte und Gegenwart, von Bewährtem und Unbekanntem, zeigt sich das Wesen der heutigen Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach: ein Orchester, das nicht in der Vergangenheit verweilt, sondern aufbricht, beständig nach vorne strebt und dadurch neue Welten erkundet.
Unser Überraschungskonzert hält Werke bereit, deren Auswahl wir noch geheim halten – um der Magie des unerwarteten Augenblicks gerecht zu werden. Auf dieser musikalischen Zeitreise begleitet uns unser Artist in Residence, Nils Wanderer. Ganz wie sein Name verspricht, fungiert er als wahrer „Wanderer zwischen den Welten“ und wird zwischen Epochen und Stilen vermitteln.
Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann, Georg Anton Benda, Ludwig Böhner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Johann Strauß (Sohn), Gustav Mahler, Benjamin Britten, Andrew Lloyd Webber u.v.m.
– Änderungen vorbehalten. –
DER SCHOFAR – DER KLANG DES EWIGEN RUFS – Ekhof-Festival

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Ekhoftheater Gotha
- Schloss Friedenstein, Schlosspl. 1, 99867 Gotha
-
Webseite
http://www.ekhof-festival.de
Kategorie
Weitere Informationen
KAMMERKONZERT BESONDERER ART MIT BAR ZEMACH, JASCHA NEMTSOV & ALEXEJ BARCHEVITCH
SCHOFAR | Bar Zemach
KLAVIER | Jascha Nemtsov
VIOLINE | Alexej Barchevitch
Der ewige Ruf, der nie verstummt. Er kann leise oder laut, melancholisch oder kämpferisch sein. Doch in jenem Moment, in dem wir ihm lauschen, wird er zu unserem eigenen. Kaum ein Instrument könnte urtümlicher sein als das Horn. Zunächst als Objekt der Jagd, später der Riten und Zeremonien – sein Klang war Warnung und Verheißung. In der jüdischen Tradition erhebt der Schofar seine Stimme zum Gebet – in einem wortlosen Gesang, wird das Widderhorn zum Medium, ein spirituelles Echo der Sehnsucht nach dem Absoluten. Die körperliche Technik des Schofarblasens, die improvisatorische Gestaltung von Tonhöhen und Pausen sowie die rituelle Einbettung des Instruments demonstrieren, wie Musik im religiösen Kontext funktional, ästhetisch und symbolisch zugleich sein kann. In dieser Unmittelbarkeit liegt eine tiefe Symbolkraft, denn der Schofar wird gewissermaßen zu einem Medium, das nicht nur gehört, sondern vor allem erfahren wird – er spricht den Körper und die Seele unweigerlich an. Theodor W. Adorno hat oftmals betont, dass Musik als Ausdruck von Emotionen und Bedeutungen jenseits sprachlicher Vermittlung funktioniert; der Schofar ist ein archetypisches Beispiel dafür. Jede Tonfolge, jeder Signalton – sei es Teki’a (einzelner, ununterbrochener Ton), Schewarim (drei seufzende Töne), Teru’a (neun bis zwölf sehr kurze Töne, die wie Weinen klingen) oder sei es Teki’a g‘dola (ganz lang gehaltener Ton) – ist nicht nur ein Klangereignis, sondern eine strukturelle Manifestation des „heiligen Moments“.
Diese Konzerte finden im Rahmen der „Achava Festspiele Thüringen“ statt.

Die Aufführung in Gotha findet im Rahmen des „Ekhof-Festivals 2026“ statt.
– Änderungen vorbehalten. –
Die kleine Meerjungfrau – Familienkonzert

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Kulturhaus Gotha
- Ekhofplatz 3
-
Webseite
https://www.kulturhaus-gotha.de
Weitere Informationen
Ein Familienkonzert für Erzähler und Sinfonieorchester.
MUSIK | Alan Menken
ARRANGEMENTS | Stefan Goerge
ERZÄHLER/TEXTFASSUNG | Patrick Rohbeck
Für dieses besondere Jugend- bzw. Familienkonzert wurde die Musik aus dem Disney-Filmklassiker „The Little Mermaid“ neu für Erzähler und großes Sinfonieorchester arrangiert. Die farbenprächtige Partitur erweckt die Abenteuer der kleinen Meerjungfrau mit funkelnd-prickelnden Orchesterklängen und rhythmischer Spielfreude zu neuem Leben.
Begleitet die neugierige Meerjungfrau – gemeinsam mit unseren Musikerinnen und Musikern der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach – auf ihren Abenteuern zwischen zwei wahrlich gegensätzlichen Welten: vom prachtvollen Korallenschloss des Meereskönigs über die funkelnden Schätze in ihrem geheimem Versteck bis hin zur ersten Begegnung mit dem Menschenprinz Eric.
Bekannte Liedklassiker wie „Unter dem Meer“, „Ein Mensch zu sein“ oder „Küss sie doch“ erklingen in frischen sinfonischen Arrangements von Stefan Goerge, dem Solo-Fagottisten der Thüringen Philharmonie, und lassen Jung und Alt die beliebten Melodien neu erleben. Erzähler Patrick Rohbeck führt durch die spannende Geschichte und verbindet die musikalischen Höhepunkte zu einem stimmungsvollen, mitreißenden Konzertabenteuer.
Freuen Sie sich auf ein einzigartiges sinfonisches Unterwassererlebnis für Groß und Klein!
Es spielt die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach.
-Änderungen vorbehalten.-
DER SCHOFAR – DER KLANG DES EWIGEN RUFS – Stadtschloss Eisenach

Veranstalter
-
ThPhil GTH-EA
Standort
- Stadtschloss Eisenach
- Markt 24, 99817 Eisenach
Weitere Informationen
KAMMERKONZERT BESONDERER ART MIT BAR ZEMACH, JASCHA NEMTSOV & ALEXEJ BARCHEVITCH
SCHOFAR | Bar Zemach
KLAVIER | Jascha Nemtsov
VIOLINE | Alexej Barchevitch
Der ewige Ruf, der nie verstummt. Er kann leise oder laut, melancholisch oder kämpferisch sein. Doch in jenem Moment, in dem wir ihm lauschen, wird er zu unserem eigenen. Kaum ein Instrument könnte urtümlicher sein als das Horn. Zunächst als Objekt der Jagd, später der Riten und Zeremonien – sein Klang war Warnung und Verheißung. In der jüdischen Tradition erhebt der Schofar seine Stimme zum Gebet – in einem wortlosen Gesang, wird das Widderhorn zum Medium, ein spirituelles Echo der Sehnsucht nach dem Absoluten. Die körperliche Technik des Schofarblasens, die improvisatorische Gestaltung von Tonhöhen und Pausen sowie die rituelle Einbettung des Instruments demonstrieren, wie Musik im religiösen Kontext funktional, ästhetisch und symbolisch zugleich sein kann. In dieser Unmittelbarkeit liegt eine tiefe Symbolkraft, denn der Schofar wird gewissermaßen zu einem Medium, das nicht nur gehört, sondern vor allem erfahren wird – er spricht den Körper und die Seele unweigerlich an. Theodor W. Adorno hat oftmals betont, dass Musik als Ausdruck von Emotionen und Bedeutungen jenseits sprachlicher Vermittlung funktioniert; der Schofar ist ein archetypisches Beispiel dafür. Jede Tonfolge, jeder Signalton – sei es Teki’a (einzelner, ununterbrochener Ton), Schewarim (drei seufzende Töne), Teru’a (neun bis zwölf sehr kurze Töne, die wie Weinen klingen) oder sei es Teki’a g‘dola (ganz lang gehaltener Ton) – ist nicht nur ein Klangereignis, sondern eine strukturelle Manifestation des „heiligen Moments“.
Diese Konzerte finden im Rahmen der „Achava Festspiele Thüringen“ statt.

Die Aufführung in Gotha findet im Rahmen des „Ekhof-Festivals 2026“ statt.
– Änderungen vorbehalten. –