Freitag

17.11.

19:30 Uhr Landestheater Eisenach

Konzerte in Eisenach, Konzertreihe A

Landestheater Eisenach | 19:30 Uhr (2. Sinfoniekonzert)

Dirigent: Nikolay Lalov

Flöte: SangEun Han

Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ KV 620

Jacques Ibert: Konzert für Flöte und Orchester

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel! – Wie ist man von Anfang bis zu Ende umfangen von dem geheimnisvollen Zauber des Waldlebens!“ Mit diesen euphorisierten Worten belobigte Clara Schumann die 1883 entstandene „Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90“ von Johannes Brahms.

Und wahrlich, Brahms gelingt es mit diesem Anti-Werk der „Neudeutschen Schule“ und seinen wonniglich-zauberhaften Harmonien, die eigene Fantasie anzuregen und innere Bilder der Natur entstehen zu lassen. Der bis heute anhaltende Erfolg dieser Sinfonie beruht nicht zuletzt auf Brahms‘ wohl kalkuliertem, auskomponiertem Verhältnis von mitreißender Theatralik, hinreißender Naturstimmung und gefälliger Volkstümlichkeit. Ebenso zauberhaft wie mysteriös offenbart sich die Klangästhetik in der Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfang Amadeus Mozart.

Nicht ohne Grund wählte Mozart die Tonart Es-Dur, denn er wusste um den latent mitschwingenden ehrfurchtsvoll-frommen Charakter. Ein „Ton der Liebe, der Andacht, des traulichen Gesprächs mit Gott; durch seine drey B, die heilige Trias ausdrückend.“ – so beschreibt Christian Friedrich Daniel Schubart die Ouvertüre in seinen musikkritischen Schriften. Mit seiner vorletzten Oper verlieh Mozart dem Instrument der Flöte das Signum des orphischen Zaubers und des magischen Geheimnisses – an diesem mystischen Vorbild sollten sich viele nachfolgende Komponistengenerationen orientieren.

So auch der Franzose Jacques Ibert, der sich selbst als progressiver Traditionalist sah und mit seinem 1934 komponierten Flötenkonzert Musikgeschichte schrieb; denn von einem wollte Ibert überhaupt nichts wissen: von der damaligen Avantgarde, deren Ziel es war, mit ihrer Zwölftonmusik möglichst atonal zu komponieren. Stattdessen folgte er seinen eigenen Vorstellungen von Klangfarben und Harmonik. So interessierte er sich besonders für den Jazz, studierte allerdings auch die Musik der Renaissance und des Barocks.

All diese Elemente finden sich in dem Flötenkonzert wieder, das nicht nur zauber- und märchenhaft klingt, sondern auch eine enorme Kondition erfordert.

 

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