Der Applaus für das meisterliche Virtuosität der Pianistin Ragna Schirmer war groß und herzlich. Gespielt hatte sie das Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 7 von Clara Schumann – eine immer wieder neue Herausforderung, wie sie in ihren einleitenden Worten bekannte. Doch davon merkte das Publikum nichts, denn kraftvoll, selbstsicher und differenziert spielte sie zum Orchester, das von Chefdirigent Markus Huber geleitet wurde. Der Cellist Michael Hochreither hatte im ungewöhnlichen Mittelteil die zweite Solistenrolle übernommen.
Das Motte dieses Sinfoniekonzerts war „Der Schatten der Liebe“, was sich auf die Beziehungen der drei Menschen bezieht, die mit ihren Kompositionen diesen Abend prägten. Die abschließende Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 von Johannes Brahms überzeugte mit mutig vorgetragenen Spannungsbögen und beeindruckender Wucht. Das Publikum in der Gothaer Stadthalle bedankte sich mit langem Applaus.
Vor Beginn des zweiten Teils wurde die Violinistin Heike Zinn geehrt. 43 Jahre war sie ein wertvolles Mitglied dieses Orchesters und geht jetzt in den Ruhestand. Wir sagen ihr herzlichen Dank und alles Gute. Berge spielen, wie sie sagte, in der nächsten Zeit eine wichtige Rolle.

Alle Fotos von Bernd Seydel
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