Tiefgründig und innig, ohne jede äußerliche Attitüde, ganz den Klängen, Rhythmen und Melodiebögen hingegeben: Das Spohr-Quartett, ergänzt um Tom Cappadona (Viola) und den Artist in Residence 2025/26, Alexey Stadler, verzauberten das Publikum im Ekhoftheater im Schloss Friedenstein in Gotha. Sie begannen die musikalische Reise mit dem Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18 von Johannes Brahms – eine weit ausgebreitete Klanglandschaft mit vielen frischen Klangfarben. Dann nach der Pause das gewichtige Streichsextett „Souvenir de Florence“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis. Scheinbar einfache Motive verwandeln sich darin schon nach wenigen Takten in komplexe Strukturen, rhythmisch vertrackt und alles sehr anspruchsvoll. Aber die sechs Musikmenschen auf der Bühne sind fein aufeinander eingestimmt, kleine Blicke reichen für gewichtige Akzente. Das Publikum ist spürbar beeindruckt und dankt mit viel Applaus. Es war das erste Konzert im Rahmen des Ekhof-Festivals 2026.
Die Mitglieder des Spohr-Quartetts: Alexej Barchevitch und Diana Harutyunyan (Violine), Fred Ullrich (Viola), Michael Hochreiter (Violoncello).

Wer dieses hochkarätige Musikereignis verpasst hat, kann das Sextett heute um 15 Uhr im Schloss & Park Altenstein in Bad Liebenstein hören.

Alle Fotos von Bernd Seydel
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