Donnerstag

22.02.

19:30 Uhr Kulturhaus Gotha

Konzertreihe A

Kulturhaus Gotha| 19:30 Uhr (A6)

Dirigent: Conrad van Alphen
Violine: Maria Solozobova
Klavier: Martin Stadtfeld

Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Ludwig van Beethoven zählt nicht nur zu den Vollendern der Wiener Klassik, sondern gilt auch als maßstabsetzender Wegbereiter der deutsch-französischen Romantik. Sein musikalisches Erbe mit insgesamt neun Sinfonien, fünf Klavierkonzerten, 16 Streichquartetten, 32 Klaviersonaten, zwei Messen sowie der Oper „Fidelio“ machte ihn im frühen 19. Jahrhundert zur zentralen Figur des europäischen Musikgeschehens. Beethoven war ohne jeden Zweifel ein musikalisches Genie, und das, obwohl er seine letzten Lebensjahre in völliger Taubheit verbringen musste.

1802 hatte er sich im seinem sog. „Heiligenstädter Testament“ erstmals zu seinem fortschreitenden Gehörverlust geäußert, glaubte er doch, dass das Ende seines Lebens nahe sei. Beethoven befand sich in einer verzweifelten Lebensphase: „Es fehlte wenig, und ich endigte selbst mein Leben.“ Aber was erhielt ihn am Leben? „[…] nur sie die Kunst, sie hielt mich zurück.“ Es gibt in der Musikgeschichte wohl kaum einen besseren Beweis für die existenzielle und lebensrettende Kraft von Musik.

Um das Jahr 1814 stellte Beethoven zwar das öffentliche Musizieren ein, bekanntlich aber nicht das Komponieren. Ihm gelang es, Musik für die Ewigkeit zu schreiben; die Tatsache, dass ein tauber Mensch Töne in sich hören kann und sie trotz dieser epochalen Einschränkung zu einem Werk zusammenzusetzen vermag, kommt nahezu einem Wunder gleich. Beethovens Kampf gegen sein Schicksal schlug sich in waghalsig revolutionären Kompositionen nieder, die als wahre „Welt-Musik“ bezeichnet werden können. Zu ihnen zählt neben dem „Klavierkonzert Nr. 2“ auch sein „Konzert für Violine“ D-Dur op. 61 – es verkörpert die klassische Periode des Meisters. Selbst über 200 Jahre nach seiner Entstehung inspiriert es die Solistinnen und Solisten stets aufs Neue zu bisweilen sogar kontrovers diskutierten Interpretationen – die Beliebtheit des Violinkonzerts beim Publikum ist bis heute ungebrochen!

 

Zu diesem Sinfoniekonzert kann leider keine Einführung angeboten werden.

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2024-02-05T09:11:13+01:00