Die Konzertsaison 2015/2016 der Thüringen Philharmonie Gotha steuert langsam auf die Sommerpause zu. Zum Abschluss der Konzertreihe A leitet Chefdirigent Michel Tilkin am 20. Juni 2016 unter dem Motto „Und dann kam der Tag“ zwei schwergewichtige Werke ganz unterschiedlicher Natur. Im ersten Teil des Abends erklingt von Dmitri Schostakowitsch das erste Violinkonzert a-Moll. Es gehört zu den ergreifendsten Kompositionen des sowjetischen Künstlers und spiegelt ungeschminkt dessen verzweifelte persönliche Situation wieder.

In sechs Wochen, mitte Juli endet die aktuelle Spielzeit der Thüringen Philharmonie Gotha und die Musiker gehen in die verdiente Sommerpause. Um rechtzeitig über das Programm für die nächste Konzertsaison, die im August 2016 beginnt, zu informieren und den Verlauf der aktuellen Saison zu resümieren, hatten Gabriele Reichstein als Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, die Geschäftsführende Intendantin Michaela Barchevitch und Chefdirigent Michel Tilkin am 2. Juni 2016 zur Jahrespressekonferenz eingeladen.

Im letzten der drei Konzerte „Wiener Klassik in Gotha“ am Donnerstag, den 2. Juni 2016, um 20 Uhr im Kulturhaus Gotha werden unter Chefdirigent Michel Tilkin noch einmal die Karten neu gemischt. Diesmal steht Mozarts Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“ am Beginn. Dieses quirlige, nur etwa vier minütige Stück umreißt auf geniale Weise den gesamten Grundgestus der Oper, ohne die Handlung nachzuerzählen. Da überschlagen, jagen und verwickeln sich einzelne Motivsplitter zu einem scheinbar unentwirrbaren Knäuel.

In den beiden zentralen Werken des Sinfoniekonzerts A9 der Thüringen Philharmonie Gotha am 19. Mai 2016 dreht sich alles um das Spannungsfeld zwischen Innovation und Tradition. Sowohl der französische Tonkünstler Edouard Lalo als auch der finnische Nationalkomponist Jean Sibelius waren zu ihrer Zeit auf der Suche nach neuen Formen des Ausdrucks und versuchten, auf der Basis großer Traditionen neue kompositorische Konzepte zu entwickeln. Bei Lalo manifestiert sich dies in seinem berühmten Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll.

Alljährlich präsentiert die Thüringen Philharmonie Gotha mit ihrem Pfingstfestival Konzerte, die sich in Werkauswahl, Besetzung oder durch die besonderen Veranstaltungsorte von den klassischen Programmen des Orchesters in Gotha abheben. So finden auch dieses Jahr vom 13. bis 15. Mai 2016 drei sehr unterschiedliche Konzertabende statt, die einen Gotha-Besuch zum Feiertagswochenende musikalisch krönen.

Das zweite Konzert ihrer Reihe „Wiener Klassik in Gotha“ am kommenden Donnerstag, 21. April, gestaltet die Thüringen Philharmonie Gotha und Chefdirigent Michel Tilkin gemeinsam mit einem frisch gekürten Preisträger. Der junge Violinvirtuose Tobias Feldmann wurde erst im Oktober 2015 beim renommierten Königin Elisabeth Wettbewerb in Brüssel für sein hervorragendes Spiel ausgezeichnet. Mit ihm als Solisten spielt das Orchester Wolfgang Amadeus Mozarts letztes von fünf Violinkonzerten.

Die Werktitel „Havanaise“, „La Valse“ und „Boléro“ deuten es bereits an. Das verbindende Element der Werke, die die Thüringen Philharmonie Gotha in ihrem nächsten Sinfoniekonzert A8 am Donnerstag, 7. April 2016 um 20 Uhr im Gothaer Kulturhaus spielt, sind die geheimnisvollen Energien des Tanzes. Ihre kompositorischen Schöpfer sind zwei französische Musikerpersönlichkeiten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts: Camille Saint-Saëns und Maurice Ravel.

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